Aktuelles aus Lippe

Herzlich Willkommen

auf den Seiten der Kreisgruppe Lippe des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. Landesverband Nordrhein-Westfalen

Mehr Infos:
www.bund-nrw.de
und www.bund.net

 

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KG Lippe bereitet sich auf den Umwelttag am 12. Juni
an der Heerser Mühle in Bad Salzuflen vor:

Thema des Umweltages: “Kunst & Natur”

Entwurf einer Kunstausstellung zum Thema Natur - Bilderschau

 

 Mai 2016

Zaunkönig als Helfer im Nutz- und Naturgarten

2016-05_Zaunkönig2Die Kreisgruppe Lippe im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland bittet die Gartenbesitzer auf den Einsatz von Spritzmittel zu verzichten. Gerade jetzt sind die Vögel dabei ihren Nachwuchs aufzuziehen. Werden Spritzmittel eingesetzt nehmen die Vögel die noch im Todeskampf zappelnden Raupen auf und füttern damit ihren Nachwuchs. Dieser hat dann keine Überlebenschance. Wenn man seinen Garten aber naturnah gestaltet und mit heimischen Gehölzen ausstattet, finden die Vögel Nistplätze und Nahrung für sich und den Nachwuchs. Siedeln sich die Vögel im naturnahen Garten an, dezimieren sie Schädlinge in großer Zahl und tragen so zu einem ökologischen Gleichgewicht bei. Der BUND Lippe empfiehlt dazu eine Mischhecke anzupflanzen aus Wildfrüchten anzupflanzen, deren Früchte man auch selbst nutzen kann.

 

 

Mai 2016

BUND(t)e offene Gärten per Rad

Samstag, 21. Mai von 13.00- ca. 18.00 Uhr

Exklusive Fahrradtour zu drei ausgesuchten naturnahen Gärten
in Bad Salzuflen und Herford.

Ziel der gemeinsamen Fahrradtour sind drei durchaus unterschiedliche, aber allesamt naturnah angelegte Privatgärten. In einer jeweils ca. 1 stündigen Führung werden die Gärten von den jeweiligen Gartenbesitzern persönlich näher vorgestellt.

Alle Gartenbesitzer sind BUND Mitglieder (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) und engagieren sich seit vielen Jahren u.a. für mehr Natur in den Gärten, d.h. ohne Einsatz von Kunstdünger und Gartengiften, wie “Roundup” (Glyphosat).

Startpunkt der Tour ist das Umweltzentrum Heerser Mühle in Bad Salzuflen-Schötmar, die Tour führt zunächst nach Bad Salzuflen zu zwei Gärten in Werl-Aspe, danach nach Herford-Herringhausen. Nach einer kleinen Verpflegungspause ist eine gemeinsame Rückfahrt nach Bad Salzuflen möglich. Gesamtfahrstrecke ca. 35 km.

Max. Teilnehmerzahl: 20, Gebühr: 5,- €
In Kooperation mit der VHS Bad Salzuflen und dem Umweltzentrum Heerser Mühle.

Anmeldung erforderlich! Hier anmelden oder per Telefon: (05222) 797151

 

 

05. Mai 2016

Biogärtnerei der Lebenshilfe und BUND Lippe unterstützen
Bienenprojekt der Realschule Lemgo

In einer gemeinsamen Aktion der Biogärtnerei der Lebenshilfe Lemgo in Begatal und der Kreisgruppe Lippe des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland wird ein Bienenprojekt der Realschule Lemgo unterstützt. Von Seiten der Biogärtnerei gab es Pflanzen der Durchwachsenen Silphie, die von Bianca Bellinger und Jürgen Gerber-Albrecht übergeben wurden. Von Seiten des BUND Lippe überreichte Willi Hennebrüder einen Bienenschaukasten der es ermöglicht den Bienen bei ihrer Arbeit zuzusehen und 2 Setzlinge des Holzapfels, deren Blüten Nektar und Pollen für Bienen liefern. Schulleiter Norbert Fischer, selbst Hobbyimker, ist hocherfreut über die Geschenke. Im Rahmen einer Schülerfirma mit 2 Bienenvölkern soll bei Schülerinnen und Schülern das Naturverständnis gefördert werden und auch die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Vermarktung von Bienenhonig sind Teil des Projekts. Dazu kommt die Nutzung des Themas im Rahmen des Biologieunterrichts. Der praxisnahe Unterricht soll Schülerinnen und Schüler auch für die Berufswelt fit machen und vielleicht gibt es ja den einen oder anderen Schüler der Hobbyimker wird.

Bianca Bellinger, Jürgen Gerber-Albrecht (Biogärtnerei Lebenshilfe Begatal), Willi Hennebrüder (BUND Lippe) und Schulleiter Norbert Fischer

Jürgen Gerber-Albrecht erläuterte den besonderen Wert der Durchwachsenen Silphie. Sie ist eine dauerhafte Pflanze die vom August bis in den Oktober hinein blüht und Honigbienen, aber auch Wildbienen, Schmetterlingen und anderen Insekten Nahrung liefert. Die Pflanzen gibt es für Jedermann in der Biogärtnerei in Begatal zu kaufen. Für Willi Hennebrüder vom BUND Lippe sind Pflanzen wie die Durchwachsene Silphie von besonderer Bedeutung. Honigbienen und Wildbienen benötigen ein sogenanntes Trachtenband, also ein Nahrungsangebot vom April bis in den Oktober. Nach der Raps- und Obstblüte bricht dieses Nahrungsangebot aber zusammen. Die später blühenden Brombeeren verschwinden zusehends aus der Landschaft. Mit den diversen Baumfällaktionen an den Straßenrändern fehlen weitere Bienennährgehölze und durch die frühzeitige Mahd wird den Blütenpflanzen der Garaus gemacht. Auch solche Erkenntnisse werden die Schülerinnen und Schüler bei ihrem Projekt sammeln und so die Hoffnung von Willi Hennebrüder vom BUND Lippe in der Zukunft mit dazu beitragen, dass sich das Verhalten der Menschen im Interesse von Natur und Umwelt ändert.

 

23. April 2016

+++ Demonstration in Hannover:

70.000 Menschen fordern "TTIP & CETA stoppen" +++

Am Vortag des Treffens zwischen US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich der Messe in Hannover haben am 23. April unter dem Motto „TTIP & CETA stoppen! Für einen gerechten Welthandel” 2016-04_TTIP_6mehrere 10.000 Menschen gegen die Freihandelsabkommen zwischen der EU mit den USA (TTIP) sowie mit Kanada (CETA) protestiert. Die Zahl der Teilnehmenden übertraf die Erwartungen der Veranstalter deutlich.

Zur Demonstration aufgerufen hatte ein zivilgesellschaftliches Bündnis von rund 20 Aktivistennetzwerken, Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen, Jugendverbänden, Wohlfahrts- und Sozial- und Kulturverbänden, Gewerkschaften, Bürgerrechts- und kirchlichen Organisationen. Auch Mitglieder des BUND aus Lippe waren nach Hannover gefahren um ihren Unmut kundzutun.

„TTIP und CETA gefährden demokratische, ökologische und soziale Standards und sollen eine konzernfreundliche Paralleljustiz schaffen“, erklärten die Organisator/innen. „Dagegen protestieren Menschen aus ganz Europa und von jenseits des Atlantiks gemeinsam.“ Die Demonstration, auf der unter anderem Ulrich Schneider 2016-04_TTIP_8(Der Paritätische Gesamtverband), Hubert Weiger ( V o risitzender des BUND), Andrea Kocsis (ver.di) und Lori Wallach von der US-amerikanischen Nichtregierungsorganisation Public Citizen sprachen, richtete an Barack Obama und Angela Merkel eine klare Botschaft: „Wir stehen auf gegen Handelsverträge, die Demokratie und Rechtsstaat aushöhlen und machen uns stark für einen gerechten Welthandel, der sich an Arbeitnehmerrechten, Sozial-, Umwelt- und Verbraucherstandards statt an Konzerninteressen orientiert.”

Nach Meinung von Stephan Culemann vom BUND Lippe ist es unmöglich, dass die Verhandlungen bei einem wichtigen Vertrag geheim sind. Eigentlich weiß Jedermann, dass auf der amerikanischen Seite die Großkonzerne indirekt mit am Tisch sitzen und ihre Vorstellungen einbringen. Kanada und Amerika wollen den Weg frei machen für ihre GEN-Produkte, die deutschen bzw. europäischen Umweltstandards außer Kraft setzen, eine eigene Gerichtsbarkeit einführen und insgesamt den Verbraucherschutz zurückdrängen. Wir brauchen daher auch einen starken BUND damit die Politik nicht so weiter macht wie bisher in Sachen Freihandelsabkommen.

2016-04_TTIP_Test

http://www.bund.net/ttip-expertise

 

 

19. April 2016

Zuckerrübenschlamm-Ausbringung im NSG Begatal(2)!

2016-04 Eule mit TränenBUND-Fortsetzungsgeschichte!

Nun könnte es doch keine “Düngung”, sondern eine “Bodenablagerung” sein - und die ist verboten im NSG!!!

 

Fotoschau - Pressebericht

 

 

 

 

18. April 2016

Zuckerrübenschlamm-Ausbringung
im NSG Begatal(1)!

BUND rief den Kreis zur Hilfe

Das enttäuschende Ergebnis:

Der Landwirt entscheidet im Naturschutzgebiet:

  • was er für gute landwirtschaftliche Praxis hält und ob er die Reste aus der Zuckerrübenwäsche (so der Kreis Lippe) wieder auf das Feld mit dem Zuckerrübenanbau ausbringt oder z.B. auf ein Maisanbaufeld seiner Wahl.
  • es spielt keine Rolle welche Mengen er von diesem Material auf ein Feld ausbringt, da dürfen es anscheinend auch etliche Tonnen sein
  • es besteht anscheinend keine Verpflichtung diese Schlämme zeitnah einzuarbeiten, also entscheidet er ob die Anwohner über Wochen und Monate mit einem unerträglichen Gestank belastet werden oder nicht
  • es spielt keine Rolle, ob riesige Mengen der Schlämme in einem Naturschutzgebiet ablagert werden und die im Material befindlichen Dünge- und Spritzmittelreste dann bei Regen in die Wassergräben und in diesem Fall in die Bega gelangen und damit die schützenswerte Tier- und Pflanzenwelt in den Wassergräben und in der Bega geschädigt werden.

2016-04-18_Schlamm im NSG Begatel

Bedarf es noch weiterer Worte?

(Foto Willi Hennebrüder, BUND)

 

17. April 2016

BUND-Ausstellung zum Thema
Klimawandel und Energiewende

Im Forum der Karla-Raveh-Gesamtschule Lemgo ist derzeit eine Ausstellung zum Thema Klimawandel und Energiewende zu sehen, die von der Kreisgruppe Lippe des Bund für Umwelt und Naturschutz zusammengestellt wurde. Sie ist Teil des Projektes „Plant-for-the-Planet”: Statt über den Klimawandel nur zu reden, haben Kinder aus ganz Ostwestfalen  am 12. März Bäume gepflanzt, da diese Co2 aufnehmen und speichern.

Material und Grafiken zur Ausstellung hat der BUND Lippe u.a. von den Stadtwerken Lemgo und dem Kreis Lippe erhalten. Zur Ausstellung gehört eine Dokumentation über die Naturkatastrophen und ihre Entwicklung. Hier hat die Münchener Rückversicherung dem BUND Lippe das Material zur Verfügung gestellt. Diese warnt seit Jahren vor der stetigen Steigerung der Naturkatastrophen durch den Klimawandel und fordert mehr Aktivitäten von der Politik, weil es zu enormen volkswirtschaftlichen Schäden kommt, die in naher Zukunft nicht mehr auszugleichen sind. Auch der Klimaforscher Mojib Latif übermittelte der Umweltgruppe Grafiken aus seinen Vorträgen zum Klimawandel für die Ausstellung. Bemerkenswert erscheint, dass zwar China einer der weltweit größten Emittenten von Treibhausgasen ist, aber die pro Kopf Emission in Deutschland fast doppelt so hoch ist wie dort.Foto BUND Lippe - Christiane Türke und Willi Hennebrüder mit Schülern der Gesamtschule

Dringend angesagt ist der Ausstieg aus umweltschädlichen Energieträgern wie Kohle und der Einsatz erneuerbarer Energien. So bieten die Stadtwerke Lemgo und Bad Salzuflen an, Photovoltaikanlagen auf die Dächer von Privathäusern zu bringen, auf Pachtbasis.

Frau Christiane Türke bedankte sich für die Unterstützung des Projekts durch den BUND Lippe. Nach Aussage von Willi Hennebrüder vom BUND Lippe ist die Ausstellung als Wanderausstellung für Schulen konzipiert und kann somit auch anderen Schulen in Lippe zur Verfügung gestellt werden. Im Forum der Gesamtschule ist sie noch bis Ende April zu sehen.

 

 

29. März 2016

Der Wolf ist zurück - auch in Lippe!

In Nordrhein-Westfalen gibt es den vierten Nachweis eines Wolfes seit 2009. Das nordrhein- westfälische Umweltministerium bestätigte nun in einer Pressemitteilung, dass im Kreis Lippe am Wochenende ein Wolf durch Videoaufnahmen festgehalten wurde.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) hat das Video geprüft und den Wolf bestätigt. Um die Herkunft und das Geschlecht zu ermitteln wurden Speichelproben sichergestellt und zur Auswertung an das "Nationale Referenzzentrum für genetische Untersuchungen von Luchs und Wolf" in Gelnhausen überstellt.

Die Rückkehr des Wolfes stellt für eine dicht besiedelte Region wie Lippe auch eine Herausforderung dar, denn wir müssen nach mehr als einem Jahrhundert wieder lernen, mit dem Wolf zu leben. In Deutschland genießt der Wolf den höchst möglichen Schutzstatus nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Die Jagd auf Wölfe ist daher verboten. Er wurde im 19. Jahrhundert in nahezu allen Regionen vor allem durch menschliche Bejagung stark dezimiert, in West- und Mitteleuropa fast vollständig ausgerottet. Seit Ende des 20. Jahrhunderts steht der Wolf unter internationalem Schutz.

Auf dem Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalen galt der Wolf seit Mitte des 19. Jahrhunderts als ausgerottet. Ein genaues Aussterbejahr lässt sich allerdings nicht mehr genau rekonstruieren. 1835 wurde in Ascheberg-Herbern (Westfalen) das letzte Mal die Erlegung eines Wolfes auf dem Gebiet des heutigen NRW dokumentiert, im Rheinland Ende des 18. Jahrhunderts bei Hilden.

Für den BUND ist das Vorkommen des Wolfes ein Signal für eine Verbesserung der Artenvielfalt im Tierreich in Lippe, obwohl wir in vielen Bereichen einen stetigen Rückgang verzeichnen müssen. Diese Verbesserung wird auch in Zukunft unser Bestreben sein - dafür setzen wir uns in Lippe ein!

Mehr Infos zum Wolf: BUND NW + Presseerklärung des Umweltministerium NRW v. 11.04.2016

Handlungsleitfaden für das Auftauchen einzelner Wölfe:
         Wolfsmanagementplan für NRW: Download (

 

14. März 2016

Stromfresser aufspüren und Energiekosten sparen

 

2016-03_Stromfresser aufspüren_800

Hier eine Dokumentation zu den besonders sparsamen Haushaltsgeräten downloaden.

Ermitteln Sie die Stromfresser im eigenen Haushalt und tauschen Sie diese aus. Strommessgeräte können kostenfrei bei folgenden Adressen ausgeliehen werden:


 

 

11.03.2016

Amphibienschutz in Lage: BUND mit Antrag erfolgreich!

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20.02.2016

Umsetzungsprobleme der Wasserrahmenrichtlinie
am Beispiel des Gruttbaches in Lage

Vortrag und Begehung mit Karlheinz Meier vom BUND in Lippe ein Erfolg: Bilder und Presse-Echo:

2016-02-22_LZ_Gruttbach - Originalgröße klicken

 

 

18. Februar 2016

Klimawandel als Thema in Schulen

BUND verschenkt DVDs “Leben mit der Energiewende 3”

Klima-DVD

 

02. Februar 2016

Verein der Woche: BUND Lippe

Große Sonderseite in der Lippischen Landeszeitung
 

2016-02 Verein der Woche web

 

16. Januar 2016

Abenteuer Berlin-Demo

Mit Widerständen zum Widerstand
 

      • Bunter Protest gegen die Agrarindustrie
      • BUND Lippe zeigt Flagge
      • Engagement für eine nachhaltig-ökologische Landwirtschaft

Es war ein bisschen wie im Märchen. Vor dem Erreichen des Ziels galt es, eine Menge Prüfungen zu bestehen. Die Busfahrt des BUND Lippe geriet auf dem Weg in die Hauptstadt zur Bewährungsprobe für Mensch und Material.

Ob defekte Buslenkung, Schneetreiben oder Großstadt-Verkehr: Widerstände zum Widerstand zu kommen, gab es reichlich. Fröhliche Widerständler aber auch.

BUND aus Lippe in BerlinRund 30 Aktive machten sich am Samstag, 16. Januar, in aller Herrgottsfrühe aus dem Raum Detmold, Lage, Lemgo, Bad Salzuflen, Kalletal und Lauenau auf die glatte Straße, um anlässlich der Grünen Woche, ihrem Unmut gegen die derzeitige Agrarpolitik mit ihrer Förderung von Agrarkonzernen und dem dramatischen Niedergang von Qualitätsstandards für Mensch und Tier lautstark Ausdruck zu verleihen. Gemeinsam mit rund 20.000 Demonstrierenden ging es durchs Regierungsviertel zum Kanzleramt.

Aufgerufen hatten rund 50 Organisationen aus Umwelt-, Verbraucher- und Naturschutz, allen voran der BUND, um klar zu machen: So nicht.

Im Kuh-Kostüm oder als Hahn im Korb, als Biene oder Bunny: Medienwirksam gelang zum 6. Mal der bunte Protest

  • gegen Gentechnik und die Macht der Konzerne,
  • für eine artgerechte Tierhaltung,
  • gegen das Höfesterben (laut LZ gibt es derzeit in Lippe 700 landwirtschaftliche Betriebe, 1987 noch 1000 mehr),
  • für fairen Handel statt Freihandel,
  • für Sortenvielfalt und
  • Bauernhöfe, die von ihren Erträgen leben sollen.

Die Liste der Missstände war lang, doch der Tross, angeführt von 130 Traktoren aus allen Teilen der Republik, eindrücklich. Vorwürfe hagelte gegenüber der Bundesregierung – insbesondere Landwirtschaftsminister Christian Schmidt sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel kamen schlecht weg – und gegenüber des Bauernverbands.

Kreisgruppen aus OWL demonstrierten gemeinsamMit „Weltverbesserer-Eintopf” gestärkt, blieb auf der verkehrsbedingt längeren Rückfahrt ausreichend Gelegenheit für spannende Gespräche im Bus. Denn neben allen Parolen für die gemeinsame Sache: Die tolle Atmosphäre und der gemeinsame Schulterschluss förderte Solidarität und Gemeinschaft.

Daher organisiert der BUND Lippe auch im kommenden Jahr wieder eine Protestfahrt in die Hauptstadt. Dann bestimmt mit Happy End. So wie im Märchen.

Zur BUND-Homepage:
 http://www.bund.net/themen_und_projekte/landwirtschaft/demo_wir_haben_es_satt/

 

 

17.+19. Dezember 2015

Reaktion auf “BUND Lippe fordert Herkunftsangaben”

Resdtaurants in die Pflicht nehmen1

2015-12-19_LZ_sm

http://www.bund.net/aktiv_werden/besser_leben/zu_bio_wechseln/

 

 

29. November 2015

BUND Lippe fordert Herkunftsangaben zu Produkten für Restaurantgäste
und bei Cateringanbietern

Im Zeichen der Diskussion um Massentierhaltung, Keim- und Glyphosatbelastung von Lebensmitteln, Regionalität und fairen Handel fordert die Kreisgruppe Lippe im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland mehr Information über die Herkunft der Produkte auch bei Restaurants und bei Cateringbetrieben. Entsprechende Informationen sollten im Internet und auf den Speisekarten vorhanden sein. In Lippe sind solche Angaben nur sehr selten zu finden. In Süddeutschland und Österreich aber immer häufiger anzutreffen. In Österreich werden entsprechende Angaben auf Speisekarten z.B. von der Agrarmarkt Austria Marketing GesmbH ausdrücklich empfohlen.

Dass sich dies für die Restaurants auszahlt macht eine Antwort des Restaurants- führers Varta auf eine Anfrage des BUND Lippe deutlich. Holger Pirsch von der Redaktionsleitung äußert sich dazu: "Sie sprechen ein sehr wichtiges Thema an. Wir beobachten bei unseren Testbesuchen seit längerer Zeit, dass immer mehr Küchenchefs die Herkunft der Produkte auf ihren Speisekarten angeben. In der Tat ist dies ein Qualitätsmerkmal, das auch in die Varta-Bewertung einfließt. Natürlich kommt es letztlich immer auf die Gewichtung der einzelnen Faktoren an, die wir vor Ort überprüfen."

Lob gibt es an dieser Stelle vom BUND Lippe für das “Leopoldrestaurant” in Detmold, die “Schöne Aussicht” in Lemgo (beide Teilnehmer bei Lippequalität), das neue Restaurant in Detmold “veggies” sowie die Cateringbetriebe “Carl” in Detmold und “Ilses PartyService” in Bad Salzuflen.

Nach Auffassung des BUND ist es schade, dass die Restaurants die guten regionalen Einkaufsmöglichkeiten nicht nutzen bzw. dies auch gegenüber ihren Kunden bzw. Gästen nicht kundtun. Solche Entscheidungen sind nach Auffassung des BUND Lippe ein Beitrag zu mehr artgerechter Tierhaltung und Dokumentation von Verantwortung für Natur und Umwelt. Mögliche regionale Einkaufsquellen für Bioprodukte gibt es auf der Internetseite http://www.bund-lemgo.de/biohoefe_und_bioprodukte_in_lippe.html

 

 

14./15. November 2015

Standfestigkeit vom BUND Lippe beim Hofzauber
Apfelpunsch bei Wind und Wetter

Zum voradventlichen "Hofzauber" lud zum sechsten Mal BUND-Mitglied und Biohof Brinkmann in Lage am 14. und 15 November. 35 Aussteller, darunter der BUND Lippe, präsentierten ihre nachhaltigen, regionalen  und ökologischen Produkte. Ob Weihnachtsdeko aus Betonguss, Warmes aus Wolle oder Köstlichkeiten aus der Küche wie Wildfruchtkonfitüren oder - lange Schlangen garantiert - Bio-Pommes aus den Niederlanden:
Liebhaberinnen und Liebhaber qualitätvoller Waren kamen voll auf ihre Kosten.

2015-11-15_0233So lockte der stimmungsvolle Markt  lockte an den beiden Tagen mehrere Hundert Lipper vor die Tür. Denn genau da lag die Herausforderung: Wind und Wetter ließen sich ebenfalls nicht lumpen an diesem Wochenende.

Es schüttete und wehte gehörig, so dass Stephan Culemann und Monika Röttgen mit ihrem Apfelpunsch-Aussschank ganz besondere Standfestigkeit beweisen mussten.

Wenigstens wärmte der gute Tropfen aus Apfelsaft der Lemgoer Streuobstwiesen mit 10 Sorten und einer Qualität, die so manchen Gaumen in Verzückung geraten ließ. Auch Apfelallergiker staunten nicht schlecht, wie gut verträglich das Heißgetränk mit der edlen Gewürznote von Ingwer, Orange, Nelke und Zimt war.

Daneben informierten Stephan und Monika über die BUND-Aktivitäten und warben für die Berlin-Demo "Wir haben es satt" gegen die derzeitige Agrarpolitik am 16. Januar 2016.

 

13. November 2015

Nationalpark Senne bietet viele Chancen zur Naturentwicklung

Zur diesjährigen Mitgliederversammlung des Kreisverbandes Lippe im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland konnte Vorstandsmitglied Harald Kohls aus Bad Salzuflen in der Heerser Mühle auch den Landesvorsitzenden des Bund NRW Holger Sticht begrüßen. Er war extra aus Düsseldorf angereist um die Arbeit des BUND in Lippe zu loben, die nach seiner Aussage weit über die Region OWL hinaus Beachtung und Anerkennung findet.

In seinem Vortrag "Nationalpark Senne - Wildnisentwicklung oder Heidepflege" räumte er gleich mit einer Vielzahl von falschen Behauptungen auf mit denen Gegner eines solchen Konzeptes versuchen den Nationalpark zu verhindern. Die jetzige Bundeskanzlerin Angela Merkel war es, die 2007 im Rahmen der Biodiversitätsstrategie angekündigt hatte, dass 2 % der Fläche Deutschlands und zusätzlich 5 % der Waldflächen bis 2020 sich nach eigenen Gesetzmäßigkeiten entwickeln sollen. Da soll also das Leitbild der europäischen Nationalparke "Natur Natur sein lassen" umgesetzt werden.

2015-11-13_Vortrag Holger Sticht im UWZ 2smHolger Sticht machte klar, dass es zwar eine empfohlene Mindestgröße von 10.000 ha gibt, aber durchaus kleinere Flächen möglich sind und hierbei die Wildnisflächen 75 % betragen sollen. Aber auch hier: "Ausnahmen sind möglich und menschliche Eingriffe sind örtlich gestattet, falls wissenschaftliche Forschungsergebnisse nachweisen, dass Ausnahmen sinnvoll sind, um Biodiversität zu fördern." Mit einem Nationalpark Senne würde man dem Ziel der Biodiversitätsstrategie in NRW einen Schritt näher kommen. Was Aussagen zu Betretungsverboten anbelangt machte er am Beispiel des Nationalparks Eifel klar, dass dieser ja im besonderen Maße den Tourismus in der Region gefördert habe.

Durch die Besucher fließt viel Geld in die Region Eifel, Arbeitsplätze werden erhalten und neue geschaffen. Die Zustimmung zum Nationalpark Eifel durch Bürger und Politik steigt nach anfänglicher Skepsis von Jahr zu Jahr und dies wäre auch bei einem Nationalpark Senne möglich und wahrscheinlich. Da würde auch kein Privatwald enteignet, private Eigentümer hätten aber die Option, ihren Wald an die öffentliche Hand zu verkaufen. An Beispielen wie dem Nationalpark Kellerwald mit rund 5.700 ha Fläche, der Döberitzer Heide, dem Oostvaarderplassen in den Niederlanden und weiteren Gebieten mit einem Wildniskonzept zeigte Holger Sticht auf, wie vielfältig sich Natur entwickeln kann und das verschollene Tier- und Pflanzenarten auf einmal wieder auftauchen. Sein Fazit: "Ja zum Nationalpark Senne mit Wildnisentwicklung, Heidepflege und Nachsteuern auf einem geringen Flächenanteil."

In der Mitgliederversammlung des BUND Lippe war man begeistert von den Bildern und den Ausführungen von Holger Sticht und man würde es sehr begrüßen, wenn der Nationalpark Senne möglichst bald Wirklichkeit würde.

 

22. Oktober 2015

Neuer Vorstand der Ortsgruppe Detmold

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Unsere Ortsgruppe Detmold hat ein neues Vorstandsteam: (v.l.n.r.) Salina Sparrow, Alexandra Kazmierczak, Birgit Reher, Johannes Kubiak und Dirk Fleischhauer.

Das Team will sich regelmäßig treffen um Natur- und Umweltschutzaktivitäten im Raum Detmold zu organisieren. Weitere Interessenten an der Mitarbeit sind herzlich willkommen. Einfach per Email melden bei: Salina Sparrow: sespadetmold@googlemail.com

Das Kreisgruppenteam gratuliert und wünscht dem neuen Vorstand viel Erfolg.
 

 

22.09.2015

BUND-Aktion in Lippe: "Plastik fasten"

Volker Wehrmann von der Detmolder Nudelmanufaktur unterstützt den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland in Lippe bei der Aktion zum Thema “Plastik fasten”. Ab sofort können Kunden bei ihm gegen eine Pfandgebühr von 2 € eine Mehrwegverpackung für die gewünschten von ihm selbst gefertigten Nudelköstlichkeiten bekommen.

Plastik fasten DetmoldVolker Wehrmann setzt dabei auf Vernunft und die Bereitschaft seiner Kunden etwas für die Umwelt zu tun. Bei der Frage nach seinem Motiv sagt er: "Als Familienvater macht man sich so seine Gedanken, was die Zukunft der Kinder anbelangt. Wir können doch nicht in wenigen Generation begrenzt vorhandene Rohstoffe einfach aufbrauchen."

Birgit Reher von der Detmolder BUND-Ortsgruppe freut sich über eine solche Argumentation. Sie meint: "So lange der Gesetzgeber nicht handelt können wir die Marktbeschicker nur bitten sich freiwillig der BUND-Initiative für Mehrweg anzuschließen. Wenn z.B. der Verbraucher die Plastiktüte vom Gemüsestand einfach ein zweites Mal mitbringt, könnten schon 50 % eingespart werden." Besser wäre nach ihrer Auffassung natürlich, dass man gleich einen Korb oder eine Tasche zum Einkauf mitbringt und ganz auf Plastiktüten verzichtet. Marktbeschicker aus Lippe, die die Aktion unterstützen möchten können sich per Email an den BUND Lippe wenden. Dort erhalten sie kostenfrei Plakate für ihren Verkaufsstand. Die Emailadresse lautet: post@bund-lippe.de

 

31.08.2015

BUND befragt Landratskandidaten

Antworten sind eingegangen!

Die Mitglieder des BUND möchten vor der anstehenden Wahl zum Landrat gerne erfahrenen welche Vorstellungen die 3 Landratskandidaten im Bereich des Natur- und Umweltschutzes haben und welche Vorhaben sie in diesem Bereich in einer möglichen Amtszeit umsetzen möchten.

Besonders interessierte uns dabei ihre Meinung zu den Themen

  • Klimaschutz und Energiewende (Ausbau Windkraft, Sonnenenergie, Bürgerberatung) im Kreis Lippe unter Einbeziehung der Kommunen in ein Gesamtkonzept für Lippe
  • Nationalpark Senne
  • Förderung einer ökologischen Landwirtschaft mit artgerechter Tierhaltung und regionaler Versorgung
  • Naturschutz in Lippe - Umsetzung von Landschaftsplänen, Biotopvernetzung, Erhalt von Lebensräumen für Tier- und Pflanzenarten
  • Pumpspeicherwerk
  • Förderung der ehrenamtlichen Arbeit der Umwelt- und Naturschutzverbände in Lippe

Alle drei Kandidaten haben geantwortet und hier sind die Originaltexte der Antwortschreiben an die BUND-Kreisgruppe Lippe:

Heuwinkel  -  Lehmann  -  Loke

 

14.06.2015

BUND-Kreisgruppe Lippe mit erfolgreichem Infostand
beim Umwelttag 2015 an der Heerser Mühle in Bad Salzuflen

2015-06-14_BUND-Stand der Kreisgruppe

Stephan, Selina, Sandra, Monika und Harald von unserer Kreisgruppe waren mit einem imposanten Infostand beim Umwelttag in Bad Salzuflen im Umweltzentrum Heerser Mühle vertreten.

Nicht nur das diesjährige Leit-Thema des Umwelttages “Naturschutz beginnt im Garten”, wie ja auch eine frühere Kampagne des BUND hieß, wurde thematisch auf Infotafeln mit vielen praktischen Tipps und angebotenen “Hilfsmitteln”, wie Nistkästen, Insektenhotels, Bienenpflanzen usw. aufgearbeitet, sondern auch eine Mitmachaktion für Kinder in der “Saatbomben” gebastelt werden konnten, vervollständigte das Thema mit einem ersten Selbsthilfeschritt. Die Saatbomben sollen Wildblumen in Gärten und Landschft bringen.

2015-06-14_Harald Kohls berichtet von der Arbeit der OrtsgruppeZu Beginn des Umwelttages fand der “Waldgottesdienst” statt und im Anschluß vergab die Stadt Bad Salzuflen den diesjährigen “Umweltpreis für vorbildliche Umweltschützer”. Unsere Bad Salzufler Ortsgruppe wurde dabei mit dem höchstdotierten Preis ausgezeichnet, den Sandra Wellenbüscher, Manfred Meier und Harald Kohls stellvertretend aus der Hand des Bürgermeisters und des Umweltausschuß-Vorsitzenden des Rates der Stadt entgegennahmen.

Fotoschau vom BUND-Stand

 

 

26.05.2015

Nistkasten mit Kamera

Konzept des BUND in Lippe

Nistkasten mit KameraNun kann man auch das Brut- und Aufzuchtverhalten von Vögeln innerhalb eines Großraum-Nistkastens beobachten. Eine Kamera unter dem Dach macht es möglich.

VogelnestDie wesentlichen Vorteile des Großraumnistkastens:

  • Der große Brutraum ermöglicht, dass die Nestmulde vor Feinden sicher am Ende angelegt werden kann.
  • Weil vom Vorraum aus gefüttert wird, gelangt bei Regen über die Vogeleltern nur wenig Wasser auf die Jungvögel.
  • Viele Jungvögel haben genügend Platz.
  • Ein außen und innen abgerundetes Einflugloch sorgt dafür, dass die Flügel nicht verletzt werden.
  • Im Kasten ist genügend Raum um den Flügelschlag einzuüben. Dies erleichtert das Ausfliegen auf einen sicheren Platz.
  • Der Boden wird etwas höher eingesetzt, damit rund herum eine Tropfnase entsteht und bei Regen wenig Feuchtigkeit einzieht.
  • Löcher im Boden sorgen ebenso für eine Verminderung der Bodenfeuchtigkeit.
  • Durch einen einfachen Riegel ist der Nistkasten für die Kontrolle leicht zu öffnen.
  • Massives Fichtenholz sorgt dafür, dass das Klima im Nistkasten nicht so sehr schwankt und trägt zu einer langen Lebensdauer bei.

 

FluglochDieser Nistkasten wurde auf Basis langjähriger Erfahrungen entwickelt. Durch die Maßnahmen wurde die Überlebensrate der Jungvögel wesentlich erhöht. Bietet man mehrere Modelle im Umfeld an, ist der BUND-Nistkasten mit dem großen Brutraum bei Vögeln erste Wahl.

 

Ab sofort gibt es diesen Großraum-Nistkasten mit Kameraausstattung.

 

Bezug über unsere BUND-Kreisgruppe Lippe. Verkaufspreis 87,50 € ggf. zuzüglich Versandkosten.

 

Oder werden Sie einfach Mitglied und Sie erhalten als Prämie diesen Nistkasten mit Kamera zum Sonderpreis! Nistkasten-BodenAufnahmeantrag BUND KG Lippe

 

 

 

 

 

 

 

 

30.04.2015

Hilfe für Apfelallergiker

Wir starten in Lemgo ein Projekt zum Thema Apfelallergie um den Betroffenen zu helfen und um alte Apfelsorten und die Streuobstwiesen zu erhalten.

Hiermit machen wir auf die geplante Studie aufmerksam. Wir suchen noch Apfelallergiker die Interesse haben sich an der Studie zu beteiligen.

Mail an BUND OG Lemgo
 

2015-04 Ausstellung Schultafel Apfelsorten web

 

24.04.2015

BUND-Vorstandssitzung

BUND-Landesvorsitzender Holger Sticht zu Besuch in Lippe

Der Kreisverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland freute sich über prominenten Besuch vom Landesverband. Landesvorsitzender Holger Sticht und der Landwirtschaftsexperte Ralf Bilke waren zu Gast in Lippe.

2015-04-21_025_webSie informierten sich über die Arbeit des Kreisverbandes. Viel Lob gab es für die zahlreichen Amphibienschutzzäune die von BUND-Mitgliedern seit mehr als 30 Jahren betreut und die dazu beitragen, dass Amphibien in ihrem Bestand erhalten werden.

Auf dem Besuchsprogramm stand auch der Biohof von Familie Brinkmann in Lage. Ralf Bilke vom Landesverband war begeistert vom Gesamtkonzept des Biohofes. Neben den Produkten in BIO-Qualität gab es eine autarke Energieversorgung mit Photovoltaikanlage und einer Heizungsanlage auf Basis von Hackschnitzeln. Dazu ein kleiner Hofladen, ein Café und das Angebot für Hobbygärtner auf dem Gelände selbst Gemüse in Bioqualität anzubauen und zu ernten sowie sich über die Möglichkeiten den Bioanbaus zu informieren. Wiebke Brinkmann erläuterte dazu den Aufbau und die Funktionsweise eines Hochbeetes das selbst im kleinsten Garten dafür sorgen kann dass man zum Selbstversorger wird.2015-04-21_030_web

Stephan Culeman vom BUND Lippe sagte zu, dass man die Zusammenarbeit mit den BIO-Anbietern im Kreis Lippe noch weiter ausbauen möchte. Geplant sind neben Exkursionen auch Fachvorträge. Die BUND-Aktivisten würden es sehr begrüßen, wenn möglichst viele Bürger regionale Bioprodukte auch kaufen und noch mehr Landwirte in Lippe auf den BIO-Anbau umsteigen würden. Damit würde man dazu beitragen, dass auch Böden, Gewässer und Grundwasser mit weniger Schadstoffen belastet werden, so Stephan Culemann. Zudem sei die Biolandwirtschaft ein Garant für den Erhalt vieler bedrohter Tier- und Pflanzenarten.

 

 

16.04.2015

BUND-Information

Wildbienen sind wichtig für die Bestäubung
von Obst- und sonstigen Nutzpflanzen im Garten

Wenn Honigbienen beim Bestäuben von Hummeln, Wildbienen und Schwebfliegen unterstützt werden, können Bauer und Hobbygärtner mehr ernten. Dies haben Forscher der Universität Zürich festgestellt.

Dabei benötigen z.B. die Hummeln wie auch die Honigbienen ein sogenanntes Trachtenband, also ein durchgehendes Nahrungsangebot von April bis in den September. Dazu kommen für die Wildbienen geeignete Nistmöglichkeiten. Leider gehen Nahrungsangebot und Nistmöglichkeiten in der ausgeräumten Landschaft ständig zurück und damit sind immer mehr Arten in ihrem Bestand bedroht. Ein besonderes Problem haben die Hummeln, die ab Ende Juni Anfang Juli anfangen die nächste Königinnengeneration heranzuziehen. Da gibt es in der ausgeräumten Feldflur aber auch in vielen Hobbygärten kaum noch Pflanzen mit Blüten als Nahrungsquelle.

Mit einem naturnahen Garten kann Jedermann hier für etwas Ausgleich sorgen. Der BUND Lippe bietet Gartenfreunden nun gleich mehrere Informationen an, u.a. eine Broschüre des Vereins zur Förderung der Bienenkunde über die Wildbienen – Biologie, Bedrohung und Schutz sowie eigene Infos zum Trachtenband und möglichen Nisthilfen für Wildbienen im eigenen Garten.

Gegen Einsendung von 5 € in Briefmarken können diese angefordert werden beim BUND Lippe, Liebigstr. 92a, 32657 Lemgo.

 

 

05.02.2015

Massentierhaltung

Januar 2015 - Antibiotikaresistente Keime auf Putenfleisch

Einmal mehr zeigt eine im Auftrag des BUND vorgenommene Untersuchung, dass sich beim Antibiotikaeinsatz in der Massentierhaltung nicht wirklich etwas verändert. Auf 88 Prozent der bei Discountern gekauften Putenfleisch-Proben hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) antibiotikaresistente Keime gefunden. Laboruntersuchungen der Fleisch-Stichproben von Aldi, Lidl, Netto, Penny und Real, eingekauft in bzw. um Berlin, Hamburg, Dresden, Leipzig, Hannover, Göttingen, München, Nürnberg, Frankfurt, Mannheim, Köln und Stuttgart, wiesen sowohl MRSA-Keime als auch ESBL-bildende Keime nach. Insgesamt wurden bundesweit knapp 60 Proben auf antibiotikaresistente Keime getestet.

Damit besteht nach wie vor ein großes Risiko für die Bevölkerung, dass Antibiotika nicht mehr wirken und solche Keime auch mit ins Krankenhaus eingetragen werden. Eine Übersicht der Studie stellen wir hier als Download zur Verfügung.

BUND-Studie zum Thema Antibiotikaresistente Keime auf Putenfleisch

Pressebericht des BUND

Massentierhaltung_und_Antibiotik (BUND)

ZEIT-WISSEN Bericht: Woher die resistenten Krankenhauskeime kommen

Zeit-Wissen Bericht Januar 2015: 5 Tote nach Infektion mit multiresistenen Keimen

Tipps für Verbraucher von der Verbraucherzentrale

 

 

04.11.2014

Landschaftswächter
Ansprechpartner für die Bürger

Die BUND-Ortsgruppe Lemgo hat ihre Internetseite dazu vervollständigt und auch die Angaben zu den Landschaftswächtern optimiert. Landschaftswächter sind Ansprechpartner für die Bürger und deshalb müssen nach unserer Meinung die Bürger auch wissen wer ihr Ansprechpartner ist. Mit der Internetseite

http://www.bund-lemgo.de/Naturschutz_in_Lippe.html

leisten wir dazu einen Beitrag. Das vorbildliche Beispiel in Lippe mit den Angaben zur Landschaftswacht soll in NRW landesweit umgesetzt werden.

 

 

04.11.2014

Fließgewässer-Informationssystem
für Ostwestfalen-Lippe (OWL)

Wussten Sie, dass Detmold in der Dreiflussgebietsregion mit dem Wasserscheidepunkt auf dem Kamm des Teutoburger Waldes liegt?

Der "Dreiflußstein" auf dem Kammweg am Bielstein steht seit 2009 und die Internetseite "fisdt" aus Detmold von unserem Mitglied Karlheinz Meier ist mit dem Fokus auf die Gewässerstrukturen in Lippe aktueller denn je.

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Für die behödenverbindliche Einstufung der Gewässer und die damit verbundenen Zielsetzung für den zu erreichenden Gewässerzustand nach der WRRL spielen die Strukturen jetzt sogar eine entscheidende Rolle. Gehen Sie dazu auf die Hauptseite www.wrrl-in-owl.eu .

Wollen Sie mehr über grundlegende Begriffe erfahren, gehen Sie zunächst auf diese Seite www.fisdt.de , die Ihnen auch eine Rückschau auf die nun schon 10 Jahre laufende Arbeit zu Umsetzung der WRRL insbesondere die Bestandsaufnahme gestattet.

 

06.09.2014

Pressemitteilung:

Wollen die Bürger in OWL einen Nationalpark?

Eine erneute Umfrage zum Thema Nationalpark (Neue Westfälische) bestätigt einmal mehr den Wunsch der Bürger diesen einzurichten.

An der Internetumfrage, an der 1.661 Personen teilnahmen, stimmten 1.389 für einen Nationalpark, immerhin eine Quote von 83,6 %.

Der Kreisverband Lippe im BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland begrüßt das Ergebnis. Nach Auffassung von Stephan Culemann vom BUND-Kreisverband Lippe kann die Umfrage zwar nicht als repräsentativ beurteilt werden, dass Ergebnis zeige aber, wo die Mehrheit der Bürger hin wolle. Das Ergebnis sei seiner Meinung nach auch ein Signal an die Politik sich für eine entsprechende Weichenstellung stark zu machen, denn die Senne erfülle alle Kriterien gemäß § 24 Bundesnaturschutzgesetz zur Ausweisung als Nationalpark. Ein Nationalpark mit 40% Offenland sei nach Bundesnaturschutzgesetz möglich und wäre im Sinne der Senne und der Region. 2009-05-21-5680

Wie wertvoll ein solcher Nationalpark für eine Region sein kann, erfuhr jüngst eine Gruppe von BUND-Mitgliedern aus OWL, die zum 10-jährigen Jubiläum des Nationalparks in die Eifel gefahren waren vom dortigen Bürgermeister Udo Meister aus Schleiden, einem Mitglied der FDP. Seine Aussage: "Der Nationalpark ist für die Stadt Schleiden und ihre sämtlichen Ortschaften von geradezu überragender Bedeutung. Das zeigt sich bereits daran, dass knapp 50 % der städtischen Fläche im heutigen Großschutzgebiet liegen. Der Nationalpark Eifel ist zum einen eine faszinierende Landschaft, die sich mit jedem Tag wieder etwas mehr in Richtung Wildnis entwickelt. Zum anderen ist der Nationalpark für unsere Region, für die Eifel, für die Stadt Schleiden ein wichtiger Baustein der touristischen Entwicklung. Es wundert daher nicht, dass der Nationalpark Eifel auch im Leitbild der Stadt Schleiden fest verankert ist." Beim BUND Lippe hofft man, dass irgendwann in nächster Zeit auch Bürgermeister aus OWL mit solchen Worten einen Nationalpark Senne loben.

 

 

16.08.2014

Pressemitteilung:

Hört bei den Kosten der Kindergartenverpflegung
die Wertschätzung für die eigenen Kinder auf?

Nach Ansicht des Lippischen Kreisverbandes des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland muss man angesichts der Ergebnisse der neuen Bertelsmannstudie genau diese Frage stellen. Laut der Studie ist das Essen in den Kindergärten eher mangelhaft. Das Fazit der Studie:

    Zu viel Fleisch, zu wenig Obst und Gemüse zum Mittagessen:
    Kita-Kinder bekommen keine ausgewogene Ernährung

Im Durchschnitt werden nur 2,40 € pro Tag ausgegeben. 4,- € müssten es sein, nimmt man die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung als Maßstab. Diese bietet den Kindergärten auch eine Zertifizierung für die Verpflegung an, mit der Kindergärten gegenüber den Eltern auch deutlich machen können, dass es in ihrem Kindergarten ein gute ausgewogene Ernährung gibt. Nach Recherchen des BUND ist im Kreis Lippe mit über 180 Kindergärten nur mit dem Abokuskindergarten in Dörentrup ein einziger Kindergarten zertifiziert. Der BUND Lippe fordert für Kindergärten ein Konzept nach dem Motto "BIO-regional ist erste Wahl". Nur wenige Kindergärten in Lippe setzen dies um, zeigen aber laut BUND, dass es möglich ist, wie z.B. bei den Montessorikinderhäusern in Bad Salzuflen und Lemgo. Löbliche Ausnahme ist nach Aussage des BUND auch das Kinderhaus Lemgo. BIO-Qualität und dies möglichst aus der Region gehören dort zum Konzept. Dies und den wöchentlichen Speiseplan kann man im Internet nachlesen.

Angesichts der Ergebnisse müssten Eltern ja eigentlich auf die Barrikaden gehen. Befragt man zum Thema Kindergärten kommt man allenthalben zu hören, dass Eltern es möglichst "billig" haben möchten wenn es um das Essen für ihre Kinder geht und um jeden Zent bei einer notwendigen Erhöhung gestritten wird. Da fragt man sich doch, was Kinder empfinden wenn sie dieses Verhalten ihrer Eltern mit bekommen?

Nach Auffassung des BUND sollte das Thema gesunde Ernährung und Zertifizierung für Eltern vor der Auswahl und Anmeldung in einem Kindergarten eine selbstverständliche Frage sein. Auch müsste dies jetzt nach der Kommunalwahl ganz oben auf der Tagesordnung bei den kommunalen Kindergärten stehen. Hier wünscht sich der BUND eine Entscheidung zur Zertifizierung für alle kommunalen Kindergärten. Auch bei Kindergärten in kirchlicher Trägerschaft sieht es nicht besser aus. Auf Kirchentagen gibt es da Beschlüsse mit dem Schlagwort "ÖKO-FAIR" und in den eigenen Kindergärten ist man von diesen Forderungen zum Teil meilenweit entfernt.

Der BUND hat angesichts der Ergebnisse der Studie die Kindergärten in Lippe per Email angeschrieben und sie aufgefordert das Thema "gesunde Ernährung" erneut auf die Tagesordnung zu setzen. Er hat dazu eine neue Internetseite eingerichtet. Hier gibt es Links zur Bertelsmannstudie, zu Beratungsmöglichkeiten in Sachen gesunder Ernährung und zur Zertifizierung "Die Gesund-Essen-Aktion für Kitas" durch die DGE. Dazu eine Auflistung der Anbieter von Bioprodukten im Kreis Lippe und welche Hofläden eine Lieferservice auch für Kindergärten haben. Die Information wurden vom BUND Lemgo auf der Internetseite http://www.bund-lemgo.de/Ernaehrung_und_Gesundheit.html  bereitgestellt.

 

 

04.08.2014

NDR-TV-Bericht:

Schummel mit Wasser im Fleisch

Bei Kochschinken, Geflügelgrillsteaks und Geflügelbrustfilets aus dem Supermarkt und vom Discounter wird das Gewicht mit zugesetztem Wasser oft über das erlaubte Maß hinaus erhöht. Dies haben Recherchen für die Sendung "Die Tricks mit Fleisch und Wurst - Was wir wirklich essen" des NDR ergeben.

Willi Hennebrüder vom BUND Lippe zu diesem Bericht: “Es darf nicht wahr sein, was sich Hersteller und Händler so ausdenken um den Verbraucher übers Ohr zu hauen. Ein Grund mehr um Produkte aus dem BIO-Bereich zu kaufen.” Hier dazu der Link zu den regionalen Anbietern.

http://www.bund-lemgo.de/biohoefe_und_bioprodukte_in_lippe.html

Das WDR-Regionalfernsehen nimmt die Bertelsmannstudie zur Verpflegung in Kindergärten zum Anlass das Thema Ernährung in Kindergärten in Lippe zu hinterfragen. Der BUND Lippe ist gebeten worden dazu von Seiten des BUND eine Stellungnahme abzugeben.

Entsprechend den BUND-Forderungen werden wir auf das Motto “Ökologische Lebensmittel sind gesünder und umweltfreundlicher” hinweisen.

Zu den 18 Kindergärten von Eben-Ezer (dort wird auch gedreht) die klare Forderung, dass wir es für selbstverständlich halten, dass man dort auch die BIO-Produkte aus dem eigenen Hause nutzt.

 

 

24.06.2014

BUND-Pressegespräch mit der LZ

Die Energiepflanze liefert vielen Insekten
einen “gedeckten Tisch”

2014-06_LZ

 

16.06.2014

Werbeaktion der BUND-Kreisgruppe

Förderung der Eigenkompostierung im Kreis Lippe

Kluge Köpfe kompostieren selbst1

Warum selbst kompostieren?

• Die Eigenkompostierung stellt eine sinnvolle Wiederverwertung organischer Abfallstoffe dar.

• Gut gelungener Kompost (Humus) ist das beste Düngemittel für den Boden und die Pflanzen. Er leistet einen wesentlichen Beitrag zur Gesunderhaltung des Bodens und stärkt die Widerstandskraft der Pflanzen.

• Organischer Dünger entfaltet seine Wirkung 5acdfa20c1langfristiger und wird weniger schnell ausgewaschen als mineralische Düngemittel.

• Im Handel erhältliche Dünger weisen oft einen großen Anteil von Torf auf. Durch den Torfabbau werden die noch wenigen vorhandenen Moore mit ihrer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt zerstört.

• Für die Herstellung chemischer Dünger wird viel Energie benötigt, ebenso für den Transport von Bioabfällen und Düngemitteln

•  Kommunaler Kompost weist oft Fremd- und Schadstoffe auf, weil Biotonnen leider zum Teil mit Fremdmaterialen gefüllt werden.

• Selbst kompostieren heißt Gebühren sparen bei der Biotonne und bei Düngemitteln
 

Wir haben die Aktion beim Bundesverband angeregt und auf Bitten unseres Bundesvorsitzenden Professor Dr. Weiger unterstützt uns die Bundesgeschäftsstelle dabei. Wir haben mit einem Deutschen Hersteller und mit dem BIO-Landhof Meyer-Nordloh in Blomberg Großenmarpe eine Vereinbarung getroffen inkl. Direktbezug, so dass wir die Komposter zu einem sehr günstigen Preis anbieten können. Zudem bieten wir ein Startset Regenwürmer direkt mit der Lieferung des Komposters an.

Vorzugspreis für BUND-Mitglieder für einen 400-Liter Thermokomposter inkl. Bodengitter 65,00 € anstatt 72,00 € inkl. MWSt. - Abholpreis

Sie können als BUND-Mitglied zu diesem Preis maximal 2 Komposter bestellen, für jeden weiteren Komposter berechnen wir 72,00 €. Die Komposter müssen nach Lieferung in Blomberg abgeholt werden. Unsere Bestellmenge muss jeweils 22 Komposter umfassen um eine frachtfreie Lieferung zu erreichen. Es kann also etwas dauern, bis die erste Lieferung eintrifft. Sie erhalten dann eine Nachricht von uns per Email mit den genauen Abholzeiten und den Adressdaten zum Abholort Blomberg. Weitere Angaben zum Komposter siehe Anhang.

Gleichzeitig verbinden wir diese Aktion mit einer Mitgliederwerbung. Als besonderen Anreiz erhalten Neumitglieder einen Warengutschein, den sie beim Kauf des Komposters einlösen können. Angaben dazu im beigefügten Aufnahmeantrag. Als besonderen Service gibt es hier innerhalb des Kreises Lippe eine kostenfreie Anlieferung des Komposters.

Es wäre schön, wenn Sie die Aktion durch Ausdruck und Weitergabe des Bestellformulares und/oder durch Weiterleitung unterstützen würden. Ein Hauptargument für Lipper: "bei Abmeldung der BIO-Tonne bezahlt sich der Komposter selbst - zudem erhält man frei Haus hochwertigen Dünger"Kompostieren mit Thermokomposter1

Für die Bestellung einfach eine Email senden, Adresse und die jeweilige Anzahl nach unten stehendem Schema angeben:

    Bestellung per Email

    Hiermit bestelle ich

           (Anzahl) Komposter zum Abholpreis von 65,00 € für BUND-Mitglieder
           (Anzahl) Komposter zum Normalpreis von 72,00 €
           (Anzahl) Starterset mit Regenwürmer zum Preis von 14,00 €

    meine Anschrift (wird für die Rechnung benötigt):

 

 

 

28.05.2014

Pressemitteilung der BUND-Kreisgruppe

Nationalpark Hainich als Vorbild für die Senne2012-07-11_2985web

Detmold / Lippe. 86,8 % der Bürger einer Internetumfrage, an der 965 Personen teilnahmen, fordern, dass nach dem Abzug des Briten die Senne nicht weiter durch das Militär genutzt werden soll, womit der Weg in Richtung Nationalpark Senne einen wesentlichen Schritt voran käme.

Der Kreisverband Lippe im BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland begrüßt das Ergebnis einer Internetumfrage der Paderborner Lokalredaktion der Neuen Westfälischen.

Diese hatte die Leser am 17. Mai um Abstimmung über die Frage “Soll die Senne auch nach dem Abzug der Briten weiter vom Militär genutzt werden?” 2012-07-11_2995webaufgefordert.

Innerhalb von sechs Tagen haben sich immerhin 965 Personen beteiligt. Das Ergebnis ist nach Ansicht des BUND mehr als deutlich.

 

Nach Auffassung von Stephan Culemann vom BUND- Kreisverband Lippe kann die Umfrage zwar nicht als repräsentativ beurteilt werden, dass Ergebnis zeige aber, wo die Mehrheit der Bürger hin wolle.

Das Ergebnis sei seiner Meinung nach auch ein Signal an die Politik sich für eine entsprechende Weichenstellung stark zu machen, denn die Senne erfülle alle Kriterien gemäß § 24 Bundesnaturschutzgesetz zur Ausweisung als Nationalpark.

Ein Nationalpark mit 40% Offenland sei nach2012-07-11_2972web Bundesnaturschutzgesetz möglich und wäre im Sinne der Senne und der Region. Die Offenlanderhaltung könnte wie bei den ehemaligen Truppenübungsplatzen Hainich durch Beweidung erfolgen.

Die vier ehemaligen Truppenübungsplätze der Sowjetarmee und der Nationalen Volksarmee der DDR sind heute ein Teil des Nationalparks Hainich und mittlerweile Teil des UNESCO Weltnaturerbes, wie der BUND betont.

BUND-Mitglieder aus Lippe konnten sich dort bei einer Nationalparktour am 26. April davon überzeugen, dass ein ausgedehntes Netz an Wander-, Rad- und Reitwegen zum Naturgenuss einladen.

Die Empfehlung des BUND Lippe an alle Bürger sich vor Ort selbst einmal ein Bild vom Nationalpark zu machen und sich im 2012-07-11_2970webInternet schon einmal die Präsentation anzusehen.

 http://www.nationalpark-hainich.de  oder unsere Fotoschauen:

 

Fotoschau Hainich

Fotoschau Baumwipfelpfad

Fotoschau Wildkatze

 

Fotos: Harald Kohls © 2014

 

 

26. Februar 2014

Naturfrevel im Naturschutzgebiet Bexter Wald

200 Jahre alte geschützte Eichen dem Straßenbau geopfert!

D2014-02-26_8964weber Bexter Wald ist laut Landschaftsplan eines unserer Naturschutzgebiete  in Bad Salzuflen und als FFH-Gebiet deklariert. Im jungen Bestand ist es der Forstwirtschaft erlaubt Bäume heraus zu nehmen, also den Bestand für ein besseres Wachstum auszulichten. Zum Fällen alter Bäume ist eine Artenschutzprüfung gesetzlich vorgeschrieben. Der gültige Landschaftsplan Bad Salzuflen schreibt die “...Pflege und Erhalt des Altbaumbestandes...” vor!

Warum wurden trotzdem bis zu 200 Jahre alte, ökologisch wertvolle Eichen am Waldrand entlang der geplanten (Ersatz-) Straße vom Dornenkamp in Bexten nach Lockhausen/Werl-Aspe gefällt? Sollte der Straßenbau erleichtert und die Kosten der Artenschützprüfung erspart werden?

Im Beirat bei der unteren Landschaftsbehörde des Kreises Lippe fanden die Straßenbaupläne ohne die vorgeschriebene 2014-02-26_8943webArtenschutzüberprüfung zunächst keine Zustimmu ng.

Erst als nach einer Ortsbesichtigung mit der Straßenbauverwaltung Bielefeld im Oktober vorigen Jahres und der Zusicherung der Straßenbauverwaltung, dass die alten Eichen mit Fledermauswohnquartieren und einer Spechthöhle erhalten bleiben und während der Bauphase besonders geschützt werden, stimmten die Naturschutzverbandsvertreter der Planung zu.

Vermutlich schon vor Wochen wurden durch Fällung dieser per Gesetz zu schützenden Bäume Fakten geschaffen, die nach unserer Auffassung illegal sind.

Als BUND-OG Bad Salzuflen verlangen wir nun die Aufhebung des Beirats- Beschlusses und Strafmaßnahmen durch die Aufsichtsbehörden Kreis Lippe und Forstaufsicht NRW gegen die illegalen Baumfällmaßnahmen im Naturschutzgebiet Bexter Wald.

Nach unseren bisherigen Beobachtungen hat sich die Bevölkerung längst an den Zustand für PKW-Fahrten gewöhnt und wir könnten uns 2014-02-26_8952webvorstellen, dass der Erhalt als ruhiger Wander-, Jogging–, Fahrrad- und Landwirtschaftsweg mehr gewünscht wird. Das wurde wohl schon bei einer Ortsbesichtigung im Mai 2013 von Bürgern geäußert. Für die Natur rund um den Bexter Wald wäre das auch ein großer Vorteil. Warum wird trotzdem gebaut?

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