Landwirtschaft

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Bauernregeln: Steht das Schwein auf einem Bein...

Neue Bauernregeln (2017), vom Bauernverband unterdrückt.

Das Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz hat im Februar 2017 eine Informations- und Diskussionskampagne über Umweltprobleme der Landwirtschaft begonnen. Dazu gehörten auch zehn witzige "neue Bauernregeln", die die wichtigsten Umweltprobleme auf konventionellen Äckern und Höfen aufs Korn nehmen: Tierquälerei bei der Schweinehaltung, Wasserbelastung durch zu viel Dünger, Artenschwund durch Agrargifte und Maisäcker. Mit einer inszenierten Medienkampagne schaffte es der Bauernverband jedoch, Umweltministerin Barbara Hendricks zum Rückzug zu zwingen: Die Bauernregeln verschwanden aus dem Webauftritt www.neue-bauernregeln.de, das Ministerium stampfte seine geplante Plakatkampagne ein.

Wir hätten nicht die Bauern ärgern wollen, aber den Verbrauchern die Augen öffnen und sie für die richtige Produktauswahl beim Einkauf sensibilisieren. Schade, die Gelegenheit ist nun verpasst worden.

Wer an den Sprüchen Interesse hat, kann Sie hier vom BMUB downloaden.

 

31.10.2013 - aber immer noch aktuell!

Offener Brief von Burkhard Meier an den Bauernverband

Der lippische Landwirt Burkhard Meier, früherer Vorsitzender des Lippischen Heimatvereins, ist im Oktober 2013 aus Protest gegen die Agrarpolitik des Deutschen Bauernverbandes aus diesem Verband ausgetreten. Anlass waren mehrere Hintergrundberichte des NDR über Aktivitäten der dortigen Landvolk-Funktionäre Werner Hilse und Franz-Josef Holzenkamp. Meier begründet seinen Schritt in einem offenen Brief an Herbert Quakernack, Geschäftsführer des Lippischen Landwirtschaftlichen Hauptvereins (LLHV).

Vollständiger Text auf der BUND OWL-Seite

 

 

BUND Landpartie am Samstag, den 8.10.2016 auf dem Meierhof Rassfeld in Gütersloh mit lippischer Beteiligung

Eine artgerechte Putenhaltung ist möglich – wenn man es will!

Auf dem Hof konnten wir Freilandhaltungen mit ca. 5000 Puten uns anschauen, wie es sie in NRW kein zweites Mal gibt. Zur artgerechten Tierhaltung bedarf es Landwirte, die dieses mit Leidenschaft voranbringen und es bedarf Kunden, die bereit und in der Lage sind, hierfür faire 2016-10 Puten Meierhof Frank 640Preise zu zahlen. Die Kriterien von Neuland e.V.– zu dessen Gründern und Trägern der BUND zählt - sind anspruchsvoll und erfordern ein gutes betriebliches Management. Zugleich ist die artgerechte Tierhaltung gemäß Neuland-Richtlinien ein echtes „Pfund“ ,um einen auskömmlichen Preis für das Fleisch zu erzielen und eine gute Alternative zu dem weitgehend anonymen Markt mit Fleisch zu Dumpingpreisen oder die eines Bioanbau-Verbandes. Und auch dieses wurde klar: Der vom BUND geforderte Einsatz ausschließlich gentechnikfreier Futtermittel stellt für Tiermäster keine praktische Hürde dar.

 

BUND Lippe startet eigenes Projekt zum Thema Glyphosat

Der Wirkstoff Glyphosat in Pflanzenschutzmitteln (ROUNDUP) ist sehr umstritten. Dies war auch der Grund für den BUND Lippe im vergangenen Jahr den Agrarwissenschaftler und Landwirt Dr. Peter Hamel zu einem Vortrag nach Lippe zu holen. Seine Forderung „Glyphosat muss vom Acker und aus der Nahrungskette.”

In seinem Vortrag stellte er seine eigene Urinuntersuchung vor, bei der zu seiner Überraschung eine Belastung mit Glyphosat festgestellt worden war. Diese Aussage und weitere Studien zu Urinbelastungen haben den BUND Lippe nun veranlasst das Thema erneut aufzugreifen. Dazu befragte der BUND Lippe den Bielefelder Arzt Rolf-Herbert Müller der in den letzten Jahren in seiner Praxis eine Zunahme der Glyphosatbelastung seiner Patienten festgestellt hat. Gefährdet sind nach seiner Aussage insbesondere schwangere Frauen, Säuglinge bzw. Kleinkinder deren Immunsystem sich Ferdinand Josef Aßmuth von der Leopoldapotheke in Lemgo (links) und Willi Hennebrüder vom BUND Lippe bei der Projektvorstellungin den ersten Lebensmonaten noch im Aufbau befindet und kranke und ältere Menschen, deren Immunsystems geschwächt ist. Als Ursache der Belastung spielt die Ernährung eine entscheidende Rolle. Da sollte man, so seine Aussage, den Fleischkonsum mit im Auge haben. Die EU importiert jährlich rund 32 Millionen to GEN-Soja aus Nord- und Südamerika bei dessen Anbau in großen Mengen Glyphosat eingesetzt wird und in Deutschland stammen etwa 70 % der Futtermittel in der Tiermast aus Soja (rund 4 Mio to). So gelangt auch auf diesem Weg Glyphosat zum Menschen. Herr Müller rät daher seinen Patienten die Ernährung so weit es geht auf BIO-Produkte umzustellen. Rolf-Herbert Müller:
„Mir ist es völlig unverständlich, wie sehr die breite Diskussion in der Bevölkerung über die toxische Belastung durch Pestizide wie Glyphosat/Tallowamine (chemische Zusammensetzung von Round Up) in der deutschen und europäischen Politik bagatellisiert wird. In meiner ganzheitlich ausgerichteten Allgemeinpraxis stelle ich mittlerweile bei jedem neuen Patienten eine Glyphosatbelastung fest!”

Nun bietet der BUND Lippe in Kooperation mit Apotheken eine Urinuntersuchung auf Glyphosat an. Wir möchten den Bürgern die Möglichkeit geben die eigene Belastung festzustellen.

Gleichzeitig ist eine anonymisierte Auswertung der Ergebnisse in Bezug auf Alter, Geschlecht, Wohnort und Ernährungsverhalten vorgesehen. Die Glyphosatuntersuchung erfolgt durch das Medizinische Labor aus Bremen (MLHB). Dr. Köster vom MLHB sagt dazu:
"Die Analyse von Glyphosat erfordert ein besonderes Verfahren. Der hohe Qualitätsstandard unseres Labors hat dazu geführt, das wir aktuell für die Schweiz und das Umweltbundesamt eine Menge von Glyphosat-Analysen durchführen."

Am BUND-Projekt beteiligen sich bisher schon die Leopoldapotheke in Lemgo, die Aesculap-Apotheke in Lemgo, die Stiftsapotheke in Dörentrup, die Apotheke an der Post in Detmold. Dort kann man den Antrag auf eine Untersuchung zur Urinprobe stellen, bzw. hier downloaden und dort abgeben und die Probe einreichen. Im Interesse der Kunden berechnen die Apotheken nur ihre Selbstkosten von 65 €. Der BUND Lippe hofft, dass sich möglichst viele Bürger am Projekt beteiligen.

Der WDR berichtete am 2. Juni im 3. TV-Programm: WDR-Mediathek

 

Wie belastet ist unser Essen wirklich?

Führen uns Industrie und Behörden hinters Licht?

2013 Glyphosat Pinneberg

Am 24.9.2013 fand auf Einladung der BUND-Kreisgruppe Pinneberg eine Vortragsveranstaltung statt mit dem Thema „Wie belastet ist unser Essen wirklich? Führen uns Industrie und Behörden hinters Licht?“. Der BUND-Vorsitzende Prof. Dr. Hubert Weiger referierte am Beispiel des Pflanzenwirkstoffs Glyphosat über Risiken durch Pestizide für Mensch, Tier und Umwelt. Mehr als 100 Interessierte nahmen an der Veranstaltung teil.
Im Vorfeld hatten – organisiert durch Martin Redepenning – 18 Personen aus dem Kreis Pinneberg Urinproben vom Medizinischen Labor Bremen auf Glyphosat-Rückstände untersuchen lassen. Infos

Wir warten noch auf die Ergebnisse aus Lippe!

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen hat zur “Bestimmung von Schadstoffen und Schadstoffmetaboliten im Urin von 2- bis 6jährigen Kindern aus Nordrhein-Westfalen” einen Bericht mit interessanten Infos zu Glyphosat und seines Metaboliten AMPA veröffentlicht. Download

 

Für eine ökologische Landwirtschaft

BUND-Forderung: Ökologische Landwirtschaft

 

Jetzt mitmachen: Glyphosat verbieten - Mensch und Umwelt schützen!

Die EU-Kommission macht ernst: Am 7. März 2016 – deutlich früher als geplant – sollen die EU-Staaten über die Wiederzulassung des Pestizids Glyphosat für mindestens weitere zehn Jahre abstimmen. Glyphosat soll einen Freispruch erster Klasse erhalten, obwohl die Weltgesundheitsorganisation von es als wahrscheinlich krebserregend beim Menschen einstuft und das Umweltbundesamtes feststellte, das Pestizid trage entscheidend zum Verlust der biologischen Vielfalt und zum Artensterben bei. Die Gefahren von Glyphosat werden verschwiegen, kritische wissenschaftliche Befunde fallen unter den Tisch.

Jetzt kommt es auf uns an! Viele von uns haben deshalb an die Bundesregierung geschrieben und gefordert, dass sie bei der EU-Kommission bei der Abstimmung ein Veto einlegen muss.

Wir bitten dich, auch aktiv zu werden, damit Glyphosat nicht wieder zugelassen wird. Hilf uns, Mensch und Umwelt vor diesem gefährlichen Pestizid zu schützen! Schreibe jetzt hier an die Bundesregierung: www.bund.net/glyphosat-aktion

 

Antibiotikaeinsatz in der Landwirtschaft - Risiken für Verbraucher ?

so lautete das Thema eines Vortrags von Professor Dr. Manfred Grote von der UNI Paderborn zu dem gemeinsam die Umweltverbände des Kreisverbandes Lippe im Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland, die Ortsgruppe Lemgo, das Institut für Lebensmitteltechnologie der Hochschule OWL, die Eickernmühle und die BIO-Bäckerei Meffert nach Lemgo eingeladen hatten.

Wenn insbesondere in der Massentierhaltung jährlich rund 1.600 t Antibiotika eingesetzt werden, die dann überwiegend als Dünger auf landwirtschaftlichen Böden landen und dazu auch noch in NRW 1,4 Millionen t Gülle aus den Niederlanden importiert werden hat dies zwangsläufig Auswirkungen auf Böden, Gewässer, Grundwasser und auf die Produkte die Menschen konsumieren.

Professor Dr. Grote gehört zu den Mahnern die darauf aufmerksam machen, dass alle bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen um die zunehmenden Gesundheitsrisiken durch resistente Keime wirksam zu senken und letztendlich für jeden Verbraucher ein Infektionsrisiko besteht.

Eine seiner Forderungen richtet sich direkt an den Verbraucher: "Änderung des Konsum- und Einkaufverhaltens, d.h. Einschränkung des Fleischkonsums, Verzicht auf Billigfleisch, beim Fleischkauf auf Produkte achten, die tierfreundliche Haltung garantieren."

Dieser Forderung schließt sich der BUND in Lippe an! Nutzen Sie regionale Einkaufsmöglichkeiten in Bio-Betrieben. Mehr dazu hier.

2015 Berlin-Demo

Ansprechpartner:

Stephan Culemann

Mail

Vorstand beim Biobauern zu Besuch