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Kreisgruppe Lippe

Klimakrise stoppen – Verkehrswende jetzt!

Otto-Künne-Promenade - warum für Radfahrer tabu!?  ((C) Harald Kohls)

Seit 1990 ist der CO2-Ausstoß im Verkehr nicht gesunken, sondern sogar noch gestiegen. Wenn die Bundesrepublik das Klimaziel im Verkehr nicht erreicht, drohen Milliarden an Strafzahlungen. Statt dieses Geld zum Fenster rauszuwerfen, sollte es besser in die Verkehrswende investiert werden.

Ohne wirksame und verbindliche Schritte wird der Sektor sein Klimaziel für das Jahr 2030 deutlich verfehlen. Laut Projektionsbericht der Bundesregierung aus dem Jahr 2017 beträgt die Klimalücke im Verkehr mehr als 50 Millionen Tonnen CO2.

Der BUND fordert in den lippischen Städten eine klare Fokussierung auf Bus und Bahn sowie den Rad- und Fußverkehr, statt Ausbau der Bundesstraßen B239 und B66. Die Kommunalpolitik muss dafür sorgen, dass in Städten immer weniger Menschen vom eigenen Auto abhängig sind. Die überfällige Verkehrswende weg vom Privat-Pkw hin zu attraktivem öffentlichem Verkehr und einem dichten Netz aus sicheren Radwegen darf nicht länger aufgeschoben werden.

Wir brauchen mehr öffentlichen Verkehr, mehr Platz für Fahrrad und Fußgänger sowie kleine Elektromobile, aber keine SUVs, die Treibstoffe zu CO2 verbrennen.

Radfahrende wollen nicht bis 2030 warten

Pressemitteilung der BUND-Ortgruppe Bad Salzuflen vom 10.03.2019

Radfahrende wollen nicht bis 2030 warten

Die Mitglieder des BUND begrüßen und unterstützen die Stadt in ihrem Bemühen für eine klimaschonende Mobilität, wollen aber nicht bis zur Vollendung der Maßnahmen im Jahr 2030 warten. Ein gutes Beispiel geben die „Freitagsdemonstrationen“ der Schüler und Schülerinnen und sie haben Recht mit ihrer Aussage (z.B. in Bonn) „Wir wollen einen besseren Klimaschutz. Für eine kaputte Umwelt brauchen wir nicht zu lernen!“ Mit klimaschonenden Aktivitäten sollte man nicht länger warten. Doch da schrecken die Aussagen der „Jungen Union“ auf, die mit einem Ratsbürgerentscheid zu alten Gewohnheiten  zurück wollen und sie fordern für PKW in der Innenstadt mit „Brötchentaste“  30 Min. freies Parken.

Der BUND hält es nicht für sinnvoll den individuellen PKW-Verkehr so zu fördern. Alle halbe Stunde wechseln sich parkende PKWs ab? Dann sind es bei 20 Stellplätzen nur in der Zeit von 10 bis 18 Uhr also 400 PKW, dazu noch die Taxen, Anwohner, Hotelgäste, Anlieferer, der Parkplatzsuchverkehr usw. Sollte die „Junge(?) Union“ statt dieser alten Strategie sich nicht lieber mit den Vorstellungen der  wirklichen jungen Freitagsdemonstranten/innen auseinandersetzen?

Und nur für Fußgänger dürfen die Fußgängerbereiche nicht eingerichtet worden sein. Klimaschonender Radverkehr zum Einkaufen in den Geschäften und auf dem Wochenmarkt muss möglich sein. Auch an die Umwelt und das Klima denkende Schüler und Schülerinnen sollten den kürzesten Weg zur Schule durch die Innenstadt nehmen dürfen, statt mit dem elterlichen SUV chauffiert werden zu müssen. Um diese Forderung zu unterstreichen,  sammeln wir mit dem ADFC zusammen Unterschriften bis zum 17. März.

Der BUND erwartet eine zügige Umsetzung des Mobilitätskonzeptes der Stadt. Es darf nicht wie das vor Jahren beschlossene Klimaschutzkonzept in der Schublade liegen bleiben.

Auch die „Volksinitiative AUFBRUCH FAHRRAD“ will den Anteil des Radverkehrs bis 2025 von derzeit 8% auf 25% landesweit erhöhen. Wenn bis Juni 2019 mindestens 66.000 Unterschriften gesammelt werden, wird der Landtag sich mit diesen Forderungen befassen müssen. Der BUND wirbt dafür, die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad zu unterstützen und sammelt auch dafür Unterschriften bis zum 1. Mai. Die Formulare sind downloadbar auf unserer Internetseite www.bund-bad-salzuflen.de

Harald Kohls
Sprecher der BUND-Ortsgruppe Bad Salzuflen 

BUND lädt zum e-Mobil-Treffen nach Leopoldshöhe

 (Harald Kohls)

Zum e-Mobil-Treffen am Freitag (16-18 Uhr) in Leopoldshöhe ruft die BUND Ortsgruppe Bad Salzuflen die e-Mobilisten aus Bad Salzuflen zur Teilnahme auf. Es ist eine sehr gute Gelegenheit sich mit Gleichgesinnten zum Erfahrungsaustausch zu treffen. Das gab es bisher nicht in Lippe und sollte zu einer regelmäßigen Veranstaltung werden. Auch Interessierte sollten sich zum Marktplatz begeben und die anwesenden Fahrer der e-Autos zu ihren Erfahrungen befragen. Es können auch technische Details diskutiert werden, wie z.B. die Frage eines Laien, warum es nicht mit normalen Schuko-Steckern an den Ladesäulen geht *) u.a. Auch Probefahrten sind möglich.

*) LZ Detmold letzte Woche 

Dort wurde gefordert alle Ladesäulen mit normalen Steckdosen auszurüsten:

Warum haben e-Autos besondere Stecker? Man benötigt für 100 km ca. 15 kWh. Mit einem normalen Schukostecker an einer einphasigen Steckdose kann man ca. 2,5 kWh in einer Stunde laden, also für 100 km bräuchte man 6 Stunden. Die Zeit hat man doch nur zu Hause über Nacht. Unterwegs will doch keiner für 100 km fahren 6 Stunden warten!!? Also bedarf es eines Schnell-Ladesystems und das benötigt besondere Stecker, da auch eine Kommunikation zwischen PKW und Ladesäule stattfinden muss. 

Stellungnahme zum Bebauungsplan 1028 Asperheide Südfeld

Die Vorgaben zur Begrünung der Grundstücke zwischen Baugrenze und öffentlichem Weg lassen mit Folie abgedichteten Boden, darauf gefüllten Steinen und späterer Pflege mit Pestiziden als "Begrünung" zu, wenn einige wenige Pflanzen dazugesetzt werden. Das kann nicht im Sinne einer lebenswerten Stadtplanung sein, die den Lebensraum des Menschen erhalten will. Die immer stärker sich ausbreitende "Mode" Gärten mit Steinen tot und vermeintlich "pflegearm" zu gestalten, hat Auswirkungen, die mit den ausgewiesenen Ausgleichsflächen nicht kompensiert werden können.

Das wird immer bedeutender, weil allein die Biomasse der Insekten Nordrhein-Westfalens sich an 88 Mess-Standorten, um bis zu 80 Prozent verringert hat. Ein Wert, der sich allein auf die vergangenen 15 Jahre bezieht. Noch nie wurde ein solcher Verlust beobachtet – auch nicht zu Zeiten von DDT-Einsatz in der Landwirtschaft. Ein "weiterso" ist keine verantwortbare Politik, denn wo keine Insekten mehr sind, da sind auch bald keine Vögel mehr, es gibt keine Früchte mehr usw.

Letztendlich ist der Mensch bedroht. Ich fordere daher im Namen des BUND e.V. eine Vorgabe im Bebauungsplan, der nur eine "flächendeckende Begrünung" zulässt. Sollte das nicht aufgenommen werden, fordern ich eine wesentliche Vergrößerung der Ausgleichsflächen. 

Die meisten der hier gezeigten Gärten würden als "begrünt" akzeptiert. Das kann nicht wahr sein!!!

 

 

 

Jobst Flörkemeier und Harald Kohls bei der Ausstellungseröffnung  (Johannes Tiemann)

Schöpfung bewahren – Gärten ökologisch gestalten!

Presseinfo zur Ausstellungseröffnung: 11. Sept. 2017; 18.45 Uhr

Luth. Gemeindehaus Martin-Luther Str. 5, Bad Salzuflen

 

  Schöpfung bewahren – Gärten ökologisch gestalten!

Immer mehr Menschen stört das monotone Aussehen vieler Gärten durch die Unsitte immer mehr private Gärten und Gräber auf Friedhöfen als Steinwüsten anzulegen. Dies hat nach Ansicht des BUND zur Folge, dass die sowieso stark geschrumpfte Zahl der Insekten weiter abnimmt, da Steine mit untergelegter Folie im Gegensatz zu Pflanzen keinen Lebensraum für Bienen, Käfer und Bodenlebewesen bieten. Der Rückgang der Insekten wiederum bewirkt, dass ihre Fressfeinde, wie Amphibien und Vögel, an Nahrungsmangel leiden und langfristig keine Überlebenschance haben. So ist der ungewöhnlich hohe Kirsch- und Beerenkonsum der Amseln in diesem Jahr sicherlich auf das Fehlen der Insekten zurückzuführen.

 Um diese Zusammenhänge möglichst vielen Einwohnern und Gästen der Stadt Bad Salzuflen näher zu bringen, hat der BUND eine Ausstellung zum Thema Ökologische Gärten erstellt, mit der er in verschiedenen Stadtteilen in den nächsten Monaten auftreten möchte. Der Start ist das Gemeindehaus der lutherischen Erlöserkirche. Der BUND geht davon aus, dass die dargestellten Informationen das Wissen der Menschen um die Zusammenhänge in der Natur auffrischen und so Grundlage für ein Umdenken sind. Wenn dann auch noch das entsprechende Handeln erfolgt, ist das Ziel der Ausstellung erreicht.

Die Ausstellung prangert aber zusätzlich einen weiteren Missstand an, der in Deutschlands Gärten sehr häufig vorkommt und mit den Steingärten stark zunimmt. Das ist der Einsatz von Pestiziden. Obwohl Gärten weniger als 1% der Ackerfläche einnehmen, werden in ihnen über 15% der Pestizide eingesetzt. Bedenkt man, dass sich Menschen in relativ kleinen Gärten wesentlich intensiver um die Pflanzen kümmern können als Landwirte auf großen Ackerflächen, ist dieses Missverhältnis eigentlich nicht zu verstehen. Unsere Bienen und weitere Tierarten gehen leider daran zugrunde. Die Ausstellung zeigt auch, wie naturnah gestaltete Gärten den Tieren Lebensraum bieten können ohne dass es dazu großer Pflegeanstrengungen bedarf.

Der BUND will auch, dass in neuen Bebauungsplänen diese Art der Gartengestaltung, die dies Wort ja nicht verdient, unterbunden wird. Zur Zeit mehren sich Bürgerbeschwerden aus dem Südfeld, weil eine ungenutzte Wiese bebaut werden soll, wo es zahlreiche Tierbeobachtungen gibt. Nur mit naturnah gestalteten Gärten können wir den Verlust bei einer Bebauung ausgleichen.

Harald Kohls, BUND-Ortsgruppensprecher
Jobst Flörkemeier, BUND-Mitglied 

Toter Lebensraum als Garten? Und gegen das "Unkraut" wird gespritzt!?!

Harald Kohls

Sprecher der Ortsgruppe
Tel.: 05222-795959

Jobst Flörkemeier

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