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Kreisgruppe Lippe

BUND lädt zum e-Mobil-Treffen nach Leopoldshöhe

Zum e-Mobil-Treffen am Freitag (16-18 Uhr) in Leopoldshöhe ruft die BUND Ortsgruppe Bad Salzuflen die e-Mobilisten aus Bad Salzuflen zur Teilnahme auf. Es ist eine sehr gute Gelegenheit sich mit Gleichgesinnten zum Erfahrungsaustausch zu treffen. Das gab es bisher nicht in Lippe und sollte zu einer regelmäßigen Veranstaltung werden. Auch Interessierte sollten sich zum Marktplatz begeben und die anwesenden Fahrer der e-Autos zu ihren Erfahrungen befragen. Es können auch technische Details diskutiert werden, wie z.B. die Frage eines Laien, warum es nicht mit normalen Schuko-Steckern an den Ladesäulen geht *) u.a. Auch Probefahrten sind möglich.

*) LZ Detmold letzte Woche 

Dort wurde gefordert alle Ladesäulen mit normalen Steckdosen auszurüsten:

Warum haben e-Autos besondere Stecker? Man benötigt für 100 km ca. 15 kWh. Mit einem normalen Schukostecker an einer einphasigen Steckdose kann man ca. 2,5 kWh in einer Stunde laden, also für 100 km bräuchte man 6 Stunden. Die Zeit hat man doch nur zu Hause über Nacht. Unterwegs will doch keiner für 100 km fahren 6 Stunden warten!!? Also bedarf es eines Schnell-Ladesystems und das benötigt besondere Stecker, da auch eine Kommunikation zwischen PKW und Ladesäule stattfinden muss. 

Stellungnahme zum Bebauungsplan 1028 Asperheide Südfeld

Die Vorgaben zur Begrünung der Grundstücke zwischen Baugrenze und öffentlichem Weg lassen mit Folie abgedichteten Boden, darauf gefüllten Steinen und späterer Pflege mit Pestiziden als "Begrünung" zu, wenn einige wenige Pflanzen dazugesetzt werden. Das kann nicht im Sinne einer lebenswerten Stadtplanung sein, die den Lebensraum des Menschen erhalten will. Die immer stärker sich ausbreitende "Mode" Gärten mit Steinen tot und vermeintlich "pflegearm" zu gestalten, hat Auswirkungen, die mit den ausgewiesenen Ausgleichsflächen nicht kompensiert werden können.

Das wird immer bedeutender, weil allein die Biomasse der Insekten Nordrhein-Westfalens sich an 88 Mess-Standorten, um bis zu 80 Prozent verringert hat. Ein Wert, der sich allein auf die vergangenen 15 Jahre bezieht. Noch nie wurde ein solcher Verlust beobachtet – auch nicht zu Zeiten von DDT-Einsatz in der Landwirtschaft. Ein "weiterso" ist keine verantwortbare Politik, denn wo keine Insekten mehr sind, da sind auch bald keine Vögel mehr, es gibt keine Früchte mehr usw.

Letztendlich ist der Mensch bedroht. Ich fordere daher im Namen des BUND e.V. eine Vorgabe im Bebauungsplan, der nur eine "flächendeckende Begrünung" zulässt. Sollte das nicht aufgenommen werden, fordern ich eine wesentliche Vergrößerung der Ausgleichsflächen. 

Die meisten der hier gezeigten Gärten würden als "begrünt" akzeptiert. Das kann nicht wahr sein!!!

 

 

 

Jobst Flörkemeier und Harald Kohls bei der Ausstellungseröffnung  (Johannes Tiemann)

Schöpfung bewahren – Gärten ökologisch gestalten!

Presseinfo zur Ausstellungseröffnung: 11. Sept. 2017; 18.45 Uhr

Luth. Gemeindehaus Martin-Luther Str. 5, Bad Salzuflen

 

  Schöpfung bewahren – Gärten ökologisch gestalten!

Immer mehr Menschen stört das monotone Aussehen vieler Gärten durch die Unsitte immer mehr private Gärten und Gräber auf Friedhöfen als Steinwüsten anzulegen. Dies hat nach Ansicht des BUND zur Folge, dass die sowieso stark geschrumpfte Zahl der Insekten weiter abnimmt, da Steine mit untergelegter Folie im Gegensatz zu Pflanzen keinen Lebensraum für Bienen, Käfer und Bodenlebewesen bieten. Der Rückgang der Insekten wiederum bewirkt, dass ihre Fressfeinde, wie Amphibien und Vögel, an Nahrungsmangel leiden und langfristig keine Überlebenschance haben. So ist der ungewöhnlich hohe Kirsch- und Beerenkonsum der Amseln in diesem Jahr sicherlich auf das Fehlen der Insekten zurückzuführen.

 Um diese Zusammenhänge möglichst vielen Einwohnern und Gästen der Stadt Bad Salzuflen näher zu bringen, hat der BUND eine Ausstellung zum Thema Ökologische Gärten erstellt, mit der er in verschiedenen Stadtteilen in den nächsten Monaten auftreten möchte. Der Start ist das Gemeindehaus der lutherischen Erlöserkirche. Der BUND geht davon aus, dass die dargestellten Informationen das Wissen der Menschen um die Zusammenhänge in der Natur auffrischen und so Grundlage für ein Umdenken sind. Wenn dann auch noch das entsprechende Handeln erfolgt, ist das Ziel der Ausstellung erreicht.

Die Ausstellung prangert aber zusätzlich einen weiteren Missstand an, der in Deutschlands Gärten sehr häufig vorkommt und mit den Steingärten stark zunimmt. Das ist der Einsatz von Pestiziden. Obwohl Gärten weniger als 1% der Ackerfläche einnehmen, werden in ihnen über 15% der Pestizide eingesetzt. Bedenkt man, dass sich Menschen in relativ kleinen Gärten wesentlich intensiver um die Pflanzen kümmern können als Landwirte auf großen Ackerflächen, ist dieses Missverhältnis eigentlich nicht zu verstehen. Unsere Bienen und weitere Tierarten gehen leider daran zugrunde. Die Ausstellung zeigt auch, wie naturnah gestaltete Gärten den Tieren Lebensraum bieten können ohne dass es dazu großer Pflegeanstrengungen bedarf.

Der BUND will auch, dass in neuen Bebauungsplänen diese Art der Gartengestaltung, die dies Wort ja nicht verdient, unterbunden wird. Zur Zeit mehren sich Bürgerbeschwerden aus dem Südfeld, weil eine ungenutzte Wiese bebaut werden soll, wo es zahlreiche Tierbeobachtungen gibt. Nur mit naturnah gestalteten Gärten können wir den Verlust bei einer Bebauung ausgleichen.

Harald Kohls, BUND-Ortsgruppensprecher
Jobst Flörkemeier, BUND-Mitglied 

Toter Lebensraum als Garten? Und gegen das "Unkraut" wird gespritzt!?!

Harald Kohls

Sprecher der Ortsgruppe
Tel.: 05222-795959

Jobst Flörkemeier

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