Erhalt alter Obstsorten

Projekt Apfelallergie

Alte Sorten fast ausnahmslos verträglich

Seit 1989 betreut die Lemgoer Gruppe die erste Streuobstwiese. Bei Exkursionen kamen immer wieder Personen, die über eine Apfelallergie klagten und dann zu ihrer Freude feststellten, dass sie viele der alten Apfelsorten vertragen konnten. Es ist wahrscheinlich, dass der meist höhere Polyphenolgehalt der alten Apfelsorten für eine bessere Verträglichkeit sorgt. Daraufhin wurden ab 2005 Daten zum Polyphenolgehalt und zur Verträglichkeit verschiedener Apfelsorten gesammelt.

Seit 2011 gibt es eine Kooperation mit der Hochschule OWL, Abt. Lebensmitteltechnologie, um festzustellen, ob die Statistik durch wissenschaftliche Untersuchungen untermauert werden kann und auf unsere Anregung hin forscht seit 2016 das Allergiezentrum der Berliner Charité zur Verträglichkeit von bestimmten Apfelsorten und eine mögliche Desensibilisierung. 

Sie finden die Statistik und bisherige Erkenntnisse dazu unter www.bund-lemgo.de/apfelallergie.html

Obstsortendatenbank

Über 3.500 alte Obstsorten

Um Informationen über die Geschichte alter Obstsorten, ihre Verbreitung und ihre erstmalige Beschreibung zu bekommen, muss man in alten Obstbüchern und Zeitschriften suchen. Wenn Sie nach einer alten Obstsorte suchen, können Sie unsere Obstsortendatenbank besuchen. Dort finden Sie Abbildungen und Beschreibungen von mehr als 3.500 Obstsorten. Es wurde Literatur aus Deutschland, Frankreich, Niederlande, Österreich und der Schweiz ausgewertet, die Auswertung wird weiterhin Schritt für Schritt fortgesetzt.

Wir stellen die Obstsortenlisten zum kostenfreien Download bereit. Es wurden inzwischen über 700 Sortenwerke, alte Obstsortenbestimmungsbücher, Regionale Obstsortenlisten, Zeitschriften zum Obst- und Gartenbau und einige alte Baumschulkataloge in die Datenbank aufgenommen.

Die Sortenlisten der Baumschulen zeigen u.a. auch lokale Sorten, die sonst in der Literatur nicht aufgeführt wurden.

http://www.obstsortendatenbank.de

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