Arbeitskreis 5G
Das neue Mobilfunknetz 5G bringt nicht nur hohe Geschwindigkeiten, sondern auch neue Frequenzen – und sehr viele neue Sendemasten.
Keine Sorge, sagen Netzbetreiber. Aber stimmt das wirklich?
Eingeführt wird 5G für die massive Sammlung, Speicherung und Auswertung von Daten der ganzen Bevölkerung, die durch die Digitalisierung und Smart Citys entstehen. Das wird zu einem weiteren Anstieg des Energie- und Ressourcenverbrauchs führen mit Beschleunigung des Klimawandels. Die gesundheitlichen Folgen von 5G für Mensch, Tier und Natur sind bisher nicht erforscht, aber es liegen schon viele Hinweise für Gesundheitsschädigung durch die jetzigen Mobilfunkfrequenzen vor.
Der BUND Lippe hat eine Initiative gegründet, um über die Folgen der Digitalisierung und 5G-Mobilfunk aufzuklären und sich für 5G-freie Bereiche zu engagieren. Wir wollen die Bevölkerung informieren mit Vorträgen, Infoständen, Infoabenden und Flyern. Außerdem nehmen wir Kontakt mit PolitikerInnen vor Ort auf, um uns für gesundheits- und umweltverträglichen Mobilfunk, 5G-freie Bereiche und ökologisch sinnvolle Digitalisierung einzusetzen.
Kontakt / Informationen :
Dr. med. Kerstin Schröder
Tel. 05231-306 809 2
E-Mail : dr.kerstin-mara.schroeder(at)bund-lippe.de
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Weitere Meldungen zum Thema 5G auf der Website des BUND Lippe
Weitere Infos zu 5G – und möglichen Problemen:
5G ist der neue Mobilfunkstandard (5. Generation), der ab 2020 flächendeckend eingeführt werden soll. Dieser Mobilfunkstandard bietet die Möglichkeit bis zu 1000-mal mehr Daten pro Sekunde zu übertragen. Dadurch können mehrere Millionen Mobilfunkgeräte miteinander vernetzt werden, autonomes Fahren wird ermöglicht und u.a. der Ausbau von Smart Home, Smart City etc. forciert. Die höheren Frequenzen können Gebäude u.a. schlechter durchdringen – es werden hunderttausende neue Mobilfunkmasten in einem Abstand von 100 bis 200 m benötigt.
Da von Mobilfunk jetzt schon durch viele Studien bekannt ist, dass es schädigende Wirkungen hat und auch schon von der WHO als „möglicherweise krebserregend“ eingestuft ist, warnen viele hundert Wissenschaftler vor dem Ausbau von 5G.
Hier eine Auswahl von empfehlenswerter Literatur:
Der BUND informiert seit Jahren über die Gefahren von Mobilfunk und fordert seit langem deutliche niedrigere Grenzwerte für Mobilfunk: https://www.bund-naturschutz.de/mobilfunk.html und https://www.bund.net/themen/ressourcen-technik/elektrosmog
Der IPPNW fordert ein Moratorium von 5G https://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Verein/MV/Beschluesse_Jahrestreffen_2019.pdf
Der Verbraucherschutzverein diagnose:funk informiert über Gefahren von Mobilfunk und 5G und zeigt Möglichkeiten auf, wie Mobilfunk gesundheitsverträglicher genutzt werden kann, www.diagnose-funk.de. Außerdem ruft er auf, dass sich Initiativen vor Ort gründen, die sich gegen 5G wehren. Hier ein Video dazu: https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1360
Ein Interview mit dem ersten Vorsitzenden Jörn Gutbier von diagnose:funk zu 5G: https://www.5g-anbieter.info/interviews/18/diagnose-funk.html ; Gutbier beschreibt die natürlichen elektromagnetischen Felder der Erde und vergleicht sie mit den technischen elektromagnetischen Feldern, deren Stärke um ein Vielfaches höher ist. Außerdem spricht er über die Auswirkungen von Mobilfunk auf die Menschen (wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Burnout, Hirntumoren usw.) und die Gefahr von einer gigantischen Datensammel- und Überwachungsstruktur durch den geplanten Umbau aller Städte zu Smart Cities mit einer weiteren Zunahme von Ressourcen und Energien. Außerdem geht er auf die Möglichkeiten ein, wie man die Mobilfunktechnik sinnvoll und strahlungsärmer nutzen kann.
Der Text im Anhang aus 2018 wertet 50 wissenschaftliche Publikationen zu WLAN und Mobilfunk aus: „Risiko Mobilfunk“. Autor ist Peter Hensinger, 2. Vorsitzender der Verbraucherschutzorganisation diagnose:funk und Mitglied des Kreisvorstandes des BUND Stuttgart. Der Text beschreibt Folgen wie Schädigung der DNA, kognitive Beeinträchtigungen beim Lernen und Gedächtnis, Zunahme von Hirntumoren, Kopfschmerzen, Erschöpfung u.a.
Auch sehr lesenswert ist diese Broschüre der Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie: „Bienen, Vögel und Menschen. Die Zerstörung der Natur durch Elektrosmog“. https://kompetenzinitiative.com/wp-content/uploads/2019/08/heft1_bienen-broschuere_screen.pdf . Die Broschüre ist zum Teil schwer verständlich, da wissenschaftlich geschrieben. Aber man muss nicht jedes Detail verstehen. „In der hier vorgelegten Schrift zeigt Ulrich Warnke, wie Menschen und Tiere elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder seit Millionen von Jahren für ihre biologische Information und Organisation nutzen. Er kann von da aus aber auch verständlich machen, dass die wachsende Flut technisch erzeugter elektromagnetischer Felder den biophysikalischen Haushalt des Lebens störend und zerstörerisch überlagert.“ Ein Zitat aus der Broschüre: „natürliche Strahlung der Erde … liegt bei ungefähr 0,001 Mikrowatt/m2, … der heute typische technisch aufgebaute Strahlungspegel in den Städten liegt dagegen bei 10.000 Mikrowatt /m2, … erlaubt sind Leistungsdichten bis 10.000.000 Mikrowatt/m2“.
Im Januar 2019 ist im Tagesspiegel ein kritischer Artikel zu 5G erschienen: https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/mobilfunk-wie-gesundheitsschaedlich-ist-5g-wirklich/23852384-all.html
weitere Infos bei der Kompetenzinitiative Mensch, Umwelt und Demokratie: https://kompetenzinitiative.com/ und bei dem Verbraucherschutzverein: diagnose:funk: https://www.diagnose-funk.org/