Pflege und Erhalt von Streuobstwiesen

Lebensraum Streuobstwiese

Wir schützen und erhalten ihn

Seit Jahrhunderten gehören Obstwiesen zu den landschaftsprägenden Elementen unserer Kulturlandschaft. Streuobstwiesen sind ein vielfältiger Lebensraum für über 5.000 Tier- und Pflanzenarten, den es zu schützen gilt. Sie können nur langfristig erhalten werden, wenn sie gepflegt und bewirtschaftet werden. In Streuobstwiesen werden keinerlei Spritz- und Düngemittel eingesetzt. 

Hinzu kommt die Aufgabe zum Erhalt alter Obstsorten. Durch den Sortenreichtum der Streuobstwiesen gab es auch früher ganzjährig ein vitaminreiches Nahrungsangebot. Allein in Deutschland wurden über 3.500 Apfelsorten kultiviert (mittlerweile spielen nur noch 10 bis 15 von ihnen eine wirtschaftliche Rolle). 

Die Pflege der Streuobstwiesen beinhaltet einen fachgerechten Baumschnitt, damit die Bäume nicht frühzeitig vergreisen, zwei Mal im Jahr eine Mahd der Wiesen und im Herbst die Obsternte. Weiterhin tragen die Anbringung von Nistkästen oder die Heckenbildung aus Schnittgut dazu bei, Nützlingen gute Lebensbedingungen zu bieten.

In den 5 Streuobstwiesen des BUND Lemgo befinden sich mehr als 500 Obstbäume. Neben Äpfeln (113 Sorten) und Birnen (19 Sorten) sind es Kirschen, Pflaumen und Zwetschgen, Renekloden, Walnussbäume und eine Vielzahl von Wildfrüchten (Brombeere, Holunder, Kirschpflaume, Schlehe, Speierling, Steinweichsel, Traubenkirsche, Vogelbeere, Weißdorn).

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