Apfelallergieprojekt des BUND Lemgo von bundesweiter Bedeutung

05. September 2025 | Lemgo, Lippe, Kalletal, Extertal, BUND Kreis Lippe

Mit einer Apfeltherapie ausgewählter Apfelsorten kann sowohl die Apfelallergie als auch die verwandte Birkenpollenallergie geheilt werden. BUND Lemgo und Facharzt aus Bozen im Interview mit der Zeitschrift natur & heilen.

Willi Hennebrüder - BUND Lemgo (links) und Professor DDr. Klaus Eisendle aus Bozen (rechts) berichteten im Interview durch die Zeitschrift natur&heilen über die Apfeltherapie.

2005 startete die Lemgoer Ortsgruppe im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland ein Projekt um Apfelallergikern zu helfen und zugleich mit dazu beizutragen, dass alte Obstsorten und der Lebensraum Streuobstwiesen erhalten bleiben. Inzwischen hat das Projekt bundesweite Bedeutung erlangt. Beweis dafür ist aktuell ein Schwerpunktbericht in der September-Ausgabe der Zeitschrift natur&heilen. Auf zwölf Seiten wird das Thema Apfelallergie dargestellt, u.a. mit zwei Interviews. Projektleiter Willi Hennebrüder aus Lemgo berichtet über die gesammelten Erfahrungen der letzten 20 Jahre. Die Studie in Kooperation mit dem Allergiezentrum der Berliner Charité und der Abteilung Lebensmitteltechnologie der TH OWL hat dabei gezeigt, dass viele der alten Apfelsorten mit einem hohen Gehalt an gesundheitsfördernden Polyphenolen von Apfelallergikern meist problemlos vertragen werden und zudem eine Desensibilisierung erreicht werden konnte. In zahlreichen Rückmeldungen bedanken sich Apfelallergiker beim BUND Lemgo, weil sie zum Teil 30 Jahre und mehr auf Anraten eines Arztes auf Äpfel verzichtet hatten und nun ein Stück Lebensqualität zurückgewonnen haben. Besonders bemerkenswert war laut Willi Hennebrüder die Aussage von Professor Dr. Klaus Dietrich von der Hochschule Geisenheim, der im Auftrag des ZDF die Inhaltsstoffe von Apfelsorten, einige davon aus der Streuobstwiese des BUND Lemgo, untersucht hat: 

"Um die gleiche Menge an gesundheitsfördernden Polyphenolen wie beim Essen eines Apfels der Sorte Finkenwerder Herbstprinz aufzunehmen müsse man täglich vier bis fünf Äpfel der Sorte Gala verzehren.“

In Lemgo erhielt man von Betroffenen zudem die Mitteilung, dass sich ihr Apfelkonsum der verträglichen Apfelsorten auch positiv auf ihre Birkenpollenallergie ausgewirkt habe. Diese Erfahrung bestätigt nun im Interview mit der Zeitschrift natur&heilen auch der Facharzt für Dermatologie Prof. DDr. Klaus Eisendle aus Bozen. In einer dreijährigen Studie hat er festgestellt, dass man mit einer Apfeltherapie ausgewählter Apfelsorten sowohl die Apfelallergie als auch die verwandte Birkenpollenallergie heilen kann und dies ohne Nebenwirkungen im Vergleich mit sonst eingesetzten Medikamenten und so zugleich noch erhebliche Gesundheitskosten einsparen kann. Sein Ratschlag: Statt einer dreijährigen Desensibilisierung mit Spritzen, die in einer Reihe von Fällen dann auch noch nicht einmal erfolgreich ist, es lieber mit einer Apfeltherapie zu versuchen. Um geeignete Apfelsorten dafür zu finden, weist er auf die Internetseite des BUND Lemgo hin: https://www.bund-lemgo.de/apfelallergie.html

Dort gibt es umfangreiche Informationen zum Projekt. Für Interessenten hat die Lemgoer BUND-Gruppe den Bericht aus der Zeitschrift natur&heilen zum Download bereitgestellt: https://www.bund-lemgo.de/download/natur_und_heilen_2025.pdf

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