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Kreisgruppe Lippe

Artenschwund stoppen - Info- und Diskussionsveranstaltung

02. April 2019 | Artenschutz, Augustdorf, B239n, Bad Salzuflen, Barntrup, Blomberg, BUND Kreis Lippe, Detmold, Dörentrup, Extertal, Horn-Bad Meinberg, Kalletal, Lage, Landwirtschaft, Lemgo, Leopoldshöhe, Lippe, Lügde, Oerlinghausen, Schieder-Schwalenberg, Schlangen, Verkehr

Ralf Bilke, Fachmann beim BUND in NRW für Landwirtschaft und Tierhaltung zum Thema "Artenschwund stoppen"

Der Saal der Stadthalle in Detmold war gut besucht, als Ralf Bilke seinen Vortrag zum Thema "Artenschwund stoppen" hielt.

Die Veranstaltung, gemeinsam organisiert von der BUND Kreisgruppe Lippe und dem Verein Solidarische Landwirtschaft Dalborn e.V. zog Besucher aus allen Bereichen der Bevölkerung an, es kamen Vertreter von Verwaltungen und Umweltgruppen, aber auch Landwirte aus der Region.

Nach einer Einführung von Birgit Reher, die über die Aktivitäten des BUND im Kreis Lippe, auch im Zusammenhang mit der Biodiversitätsstrategie des Kreises berichtete, stellte Maren Weber die Solidarische Landwirtschaft als Alternativmodell zum konventionellen Landbau vor, in dem die Arbeit und die Solidarität von Verbraucher und Erzeuger im Vordergrund steht.

Der Hauptvortrag von Ralf Bilke, dem Fachmann für Landwirtschaft und Tierhaltung beim BUND in NRW, ging zunächst auf die vielen Probleme ein, die in unserer Heimat und weltweit für den Schwund der Arten verantwortlich sind und befasste sich dann detailliert mit den Problemen, die durch die konventionelle Landwirtschaft entstanden sind.

In der anschließenden Diskussion wurde auch von Seiten der Landwirtschaft deutlich, dass der Wille zur Verbesserung durchaus bei den Landwirten vorhanden ist. Leider besteht aber wohl auch in den Verbänden und in der Politik ein Nachholbedarf, so dass zu oft neue Konzepte für den Artenschutz gegenüber Wirtschaftsinteressen zurückstehen.

Bei der Diskussion wurde deutlich, dass Vertreter aller Gruppen, inklusive der traditionellen Landwirte, ein Umdenken auch in der Politik fordern und begrüßen.

Natürlich ist der Artenschwund kein Thema, dass alleine in Bezug auf die Landwirtschaft zu sehen ist. Ebenso thematisiert wurden die Flächen im Besitz von Kreis, Gemeinden und Landesverband, bei denen aus Sicht aller Diskussionsteilnehmer sehr viel mehr für den Artenschutz getan werden könnte (Verbot von Glyphosat, Vorgabe von Fruchtfolgekonzepten, u.v.m.).

Nicht zuletzt wird durch die ständig fortschreitende Versiegelung und der Verbrauch von Flächen durch Straßenbau und Gewerbegebiete der Artenschwund in Lippe und Deutschland fortwährend verschlimmert.

Besonders dramatische Beispiele in Lippe sind der geplante Neubau der B239 und das stetige Ausweisen neuer Gewerbegebiete, z.B. das Gewerbegebiet Balbrede an der Lageschen Straße im Detmolder Westen.

Alternative Konzepte sind dringend geboten – das zumindest war die einhellige Meinung der meisten Teilnehmer bei dieser sehr informativen und spannenden Veranstaltung, die erst nach gut 2 einhalb Stunden nach langer Diskussion zu Ende ging.

An den Ständen mit Infomaterial war nach der Diskussion noch reichlich Gelegenheit, Informationen mitzunehmen, sogar die Lippischen Imker waren mit einem Stand mit Blühwiesen-Saatgut aus dem Extertal vertreten.

Fotos: Markus Krüger

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