Station in der Windgondel: Uwe Feiert (3. von rechts) erläutert u.a. die Kapazität von Windenergieanlagen. Durch den Spalt in der Rückwand, schräg rechts oberhalb der Vitrine, ließ sich in einen Windflügel blicken (Fotos: Florian Winter).
Bei ihrem Besuch des All Electric Society Parks in Blomberg am Samstag, 14. März 2026 ließ die BUND Ortsgruppe Lage sich auf die Vision einer umfassend elektrifizierten Gesellschaft ein. Uwe Feiert von Blomberg Marketing führte die 16-köpfige Gruppe durch den 2023 eröffneten Park mit Pavillon und lieferte zum Auftakt ein Firmen-Portrait von Phoenix Contact. An ungefähr zehn Stationen wurden neue Technologien der Energie- und Stromversorgung durch regenerative Energien erkundet. Die Tour führte von einer Terrasse mit Kälte leitenden Trittsteinen über Glas-Cubes mit Apparaten wie einem Wasserstoff-Elektrolyseur bis zu zwei Ladeparks mit Solarmodulen. In den Solaranlagen des Parks wird elektrische Energie erzeugt, zum Beispiel von einem Windbaum oder einem 12 Meter-Solar-Tracker. Zur Speicherung dienen große Batteriespeicher. Wasserstoff ist ein Thema und seine Umwandlung in elektrische Energie. Eine Teilnehmerin konnte in einem interaktiven Spiel durch Variieren ihrer Schrittgeschwindigkeit die Schwierigkeit des Einspeisens von Strom bei exakt 50 Hertz nachempfinden. Hinsichtlich der E-Mobilität wurde das bidirektionale Laden von Autobatterien vorgeführt. An der Wallbox wird gestaunt, wie schnell sich Gleichstrom im Vergleich mit Wechselstrom laden lässt. Und wie wäre es, wenn die in einer Autobatterie gespeicherte Energie sich in eine Haushaltsbatterie transferieren ließe, für Backofen, Fernseher oder Dusche? Manche dargestellte Trends sind noch Zukunftsmusik. Die Besucher und Besucherinnen stellten viele Fragen und ergänzten eigene Erfahrungen im Umgang mit Strom und Energie. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der VHS Lippe-West statt.
Die Platten im Vordergrund leiten Kälte/ Wärme zum Kühlen bzw. Heizen der Gebäude. Im Mittelpunkt die Trafo-Station mit Bewuchs. Im Hintergrund links ein großer Batteriespeicher aus Lithium-Eisen-Phosphat-Zellen.
In der Trafostation wird alle erzeugte Energie gesammelt und verteilt. Der Trafo reduziert die Spannung von 10.000 Volt auf 1.000 Volt. Im Fall einer Explosion würde das Dach des Gebäudes aus Carbonbeton abheben, aber nicht die Glasscheiben. Im Hintergrund links der Windbaum, von dem auch ein Exemplar in Paris steht.