Es droht die größte Castor-Transportserie, die es je in Deutschland gegeben hat: aus Jülich führen die Castor-Transporte über 170 Kilometer quer durch NRW, auch durch dicht besiedelte Gebiete, über marode Straßen und Brücken. Der BUND NRW hat Klage gegen die Eilbedürftigkeit der Genehmigung des Transports eingereicht.
Mit über 150 Autobahn-Transporten von hochradioaktivem Atommüll aus dem Forschungszentrum Jülich und dem Forschungsreaktor Garching bei München ins Zwischenlager Ahaus droht ab Mitte Oktober die größte Castor-Transportserie, die es in der Bundesrepublik Deutschland je gegeben hat.
- Die Endlagerfrage ist ungelöst!
- Unter allen genehmigten Zwischenlagern in Deutschland ist Ahaus (neben Gorleben) das mit den niedrigsten Sicherheitsstandards
- 2036 läuft die Genehmigung für das Zwischenlager Ahaus aus - eine simple Verlängerung ist nicht hinnehmbar.
- Jeder Atommülltransport über die maroden Autobahnen mit riesiger Polizeibegleitung schafft eine neue Gefahrenlage.
Deshalb fordern wir:
- Der Atommüll muss bis zur Klärung der Endlagerfrage bleiben, wo er ist!
- Möglichst sichere Zwischenlager an allen Standorten jetzt!
- Um die Produktion von neuem Atommüll zu vermeiden, fordern wir die sofortige Stilllegung des Forschungsreaktors Garching bei München, der Urananreicherungsanlage Gronau und der Brennelementefabrik Lingen.
Umfassender Atomausstieg jetzt!
Stoppen wir den Castor-Wahnsinn, bevor er losgeht! Kommt am 4. Oktober zur Demo nach Ahaus!
Aus Jülich führen sie über rund 170 Kilometer quer durch Nordrhein-Westfalen: durch dicht besiedelte Gebiete, über marode Straßen und Brücken, begleitet von Hundertschaften der Polizei. Was geschieht, wenn eine Brücke absackt oder ein Unfall auftritt? Hinzu kommt das Risiko gezielter Angriffe. Eine Gefahr, die in der heutigen politischen Situation nicht länger nur theoretisch ist.
Auch der Zielort ist vollkommen ungeeignet: Das Zwischenlager Ahaus verfügt über die niedrigsten Sicherheitsstandards in Deutschland. Es wurde 1990 fertiggestellt, ist technisch überholt und darf nur bis 2036 betrieben werden. Anstatt endlich für sichere neue Lager an den bestehenden Standorten zu sorgen, wird die ungelöste Atommüllfrage mit hohem Risiko einfach verschoben. Damit ist niemandem geholfen.
Der BUND NRW hat Klage gegen die Eilbedürftigkeit der Transportgenehmigung von Jülich nach Ahaus eingereicht. Doch damit nicht genug: Am 4. Oktober gehen wir in Ahaus gemeinsam mit vielen Initiativen dagegen auf die Straße.
Startpunkt der Demonstration ist um 11 Uhr am Rathaus in der Fußgängerzone, von dort ziehen wir gemeinsam zur geplanten Transportstrecke.
Unsere Forderungen sind klar:
- Die Transportgenehmigung ist unverzüglich aufzuheben!
- Der Atommüll muss so lange an den Standorten bleiben, bis ein Endlager gefunden ist.
- Es braucht sichere, moderne Zwischenlager vor Ort – nicht hochriskante Transporte quer durchs Land.
- Neue Atomrisiken müssen verhindert werden: Der Forschungsreaktor Garching, die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen gehören endgültig stillgelegt!
Lasst uns als BUND sichtbar werden, denn nur unsere Klage und öffentlicher Druck kann die Transporte momentan aufhalten! Wir freuen uns, wenn Ihr Euch mit uns und unseren BUND-Bannern beim Protest einreiht.