Im Garten von Erika am 17.05.26
"Geh auf Entdeckungsreise und finde mich!"
So gab Erika ihren Pflanzen eine Stimme und lud die Runde an Gästen in ihrem kleinen Schreber-Garten ein, mal genau hinzuschauen. Und alle machten mit. Suchten nach unterschiedlichen Pflanzen. Schauten aufmerksam, kamen ins Gespräch, wer welche Pflanze kennt. Ist das eine Samtnelke oder ein Woll-Ziest? Und das Oregano? Mh, riecht lecker...
13 Gartenfreundinnen und Freunde trugen über 60 Pflanzenarten zusammen! Erika, die in ihrem kleinen Schrebergarten eigentlich einfach nur Ruhe sucht, keine Pläne verfolgt, wie welches Beet aussehen soll, hat hier einen vielfältigen Lebensraum für Pflanzen und somit auch für Tiere erschaffen. Es darf wachsen, was sie schön findet, sei es mal ausgewählt eingepflanzt oder durch Zufall selbst ausgesät. Eine Rose überrascht, da sie Ausläufer weit um sie herum gebildet hat oder der Pfirsichbaumast aus Nachbarsgarten herüber gewachsen, fast abgeknickt, nun wie ein eigenständiger Baum Fruchtansätze trägt. Blühendes Pfaffenhütchen und kleine Flächen mit Girsch. Ein Kompost mit Käfern und Mauslöchern...
Ist es unordentlich? Es ist in Ordnung. Wofür brauchen wir die Natur? Wie können wir Vielfalt unterstützen? Die Gespräche wurden bei Kaffee und Kuchen fortgesetzt und Erika hat uns einen kleinen Textabschnitt vorgelesen:
Wie die jungen Baumsämlinge mit den "Mutterbäumen" verbunden sind, wie durch ein natürliches Gefüge Bäume stark und gerade werden können, dass es einen Plan der Natur gibt...
Und sie erinnert uns an den weisen Spruch: “Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen…”
Danke Erika, dass du Deine Gartenpforte für uns geöffnet hast und wir bei Dir gute Gespräche führen konnten
und Dank an alle Gäste, die der Einladung gefolgt sind.