Garten im Wandel - mehr Natur

10. August 2025 | Lage, Lippe, BUND Kreis Lippe

In der Reihe „BUND und schön“ besuchten am 6. Juli 2025 rund ein Dutzend Personen erneut den Garten von Ilka Beermann in Lage, der seit März 2024 zu einem naturnahen Garten umgestaltet wird.

Garten-Verwandlung: mehr Natur Der Garten verbindet - auch als Gesprächsthema (Fotos: Claudia Viotto).

Das geschieht allerdings allmählich, so dass hier zurzeit nicht etwa schon ausschließlich heimische (Wild-)Pflanzen wachsen.

Einige der Besucher:innen sind schon beim Start-Treffen im März 2024 dabei gewesen. Ein paar hatten der Gastgeberin damals Ableger und andere Pflanzen geschenkt, die sie hier heute „gut in Schuss“ wiederfinden. Anhand von Fotos kann man sich den Ausgangszustand in Erinnerung rufen: den monotonen Rasen, die zwei Ecken mit Beeten an der vorderen Grundstücksgrenze und den Beet-Streifen längs am Haus, wo damals nur ökologisch wertlose Pflanzen wie Buchsbaum, Thuja und Rhododendron wuchsen.

In den vergangenen 16 Monaten hat sich allerhand verändert. Der Garten ist abwechslungsreicher geworden und damit artenreicher und lebendiger. Vorhandene Beetflächen sind vergrößert worden und neue hinzugekommen. Früher grenzte der Rasen bis an die Mauer zur Straße, heute verbindet dort ein Beetstreifen die beiden Eck-Beete miteinander, wovon das rechte als Magerbeet angelegt ist, auf dem hierauf spezialisierte Pflanzen wachsen. Beete werden häufig durch Äste begrenzt und Äste liegen auch in den Beeten herum, weil Totholz ökologisch so wertvoll ist, jeweils vielen Arten nützt. Die blühende Kugeldistel – zwar nicht einheimisch, aber auch nicht invasiv - lockt zurzeit viele Hummeln, Bienen, Schwebfliegen und weitere Insekten an. Auf einer Kugel saugen bis zu sechs Exemplare zugleich. Bei Kaffee und Kuchen tauschen sich die Besucher:innen über das hiesige Garten-Projekt aus, das in Zusammenarbeit mit dem BUND Lage und der VHS Lippe-West durchgeführt wird. Mit den Pflanzungen ist beabsichtigt, dass von Ostern bis Oktober immer etwas blüht, damit Bienen und andere Insekten durchgehend Futter finden. Das beginnt im Frühjahr mit Schneeglöckchen, Krokussen und Hyazinthen und endet im Herbst mit Herbstastern, wie Ilka Beermann erläutert. Neulich hätten hier noch üppig die Margeriten geblüht.

Für so eine Umgestaltung zum naturnahen Garten brauche es nicht viel Geld. Ilka Beermann berichtet, für dieses Projekt fast nichts eingekauft, sondern das meiste geschenkt bekommen zu haben. Stauden etwa lassen sich leicht durch Teilung vermehren, was wiederum dazu nützt, ihr Wachstum anzuregen. Hier werden mehrjährige Stauden bevorzugt. Die Bodenbedeckung sei wichtig, so Beermann. Auch Nutzpflanzen finden hier Platz und wurden zum Teil schon geerntet: Himbeeren, Knoblauch, Frühkartoffeln sowie diverse Kräuter wie Schnittlauch, Pfefferminz, Rosmarin, Zitronenmelisse und Borretsch. Die Gäste holten sich Anregungen für das eigene Gärtnern und freuen sich auf eine weitere Besichtigung dieses Projekts.

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