Internationales Interesse am Apfelallergieprojekt des BUND Lemgo

10. Juli 2026 | Lemgo, Lippe

Im Nachgang der Konferenz zum Europäischen Grünen Band im Friaul/ Italien schlagen zwei Konferenzteilnehmerinnen aus Nordmazedonien und Bulgarien dem BUND Lemgo vor, im Bereich Streuobstwiesen zusammenzuarbeiten.

In der Obstsortendatenbank des BUND Lemgo gibt es Farbtafeln und Beschreibungen zu alten Obstsorten wie dem hier abgebildeten Kaiser Wilhelm Apfel (Foto: BUND Lemgo).

Auf der BESTbelt Pan-European Conference vom 22. bis 26. Juni 2026 in der Region Friuli Venezia Giulia/ Italien hat Jörg Hacker vom BUND Bayern am Rande auch über das Apfelallergieprojekt des BUND Lemgo berichtet. Die Streuobstwiesen-Fachleute Jasmina Pashaliska Andonovska und Sofia Kosstadinova-Illkova stellten auf der Konferenz ein Projekt zum Schutz einheimischer Obstsorten in Nordmazedonien und Bulgarien vor. Die beiden zeigten sich hochinteressiert am Thema Apfelallergie: 

"vielen Dank für die Initiative und dafür, dass ihr auf einen weiteren faszinierenden Aspekt aufmerksam gemacht habt“ 

und baten Jörg Hacker den Kontakt zum BUND Lemgo herzustellen. Nun hat sich Sofia Kostadinova-Ilkova beim BUND Lemgo gemeldet und ausgeführt: "Der Zusammenhang zwischen traditionellen Obstsorten, biologischer Vielfalt und der menschlichen Gesundheit ist wirklich faszinierend und steht in engem Bezug zu unserer Arbeit. (…) Wir sind der Überzeugung, dass die Bewahrung dieser traditionellen Sorten nicht nur für den Schutz der biologischen Vielfalt wichtig ist, sondern auch für die Sicherung von traditionellem Wissen und kulturellem Erbe sowie für die Schaffung von Chancen für eine nachhaltige ländliche Entwicklung und „grüne“ Unternehmen. 
Wir würden uns sehr freuen, Erfahrungen auszutauschen und mehr über deine Arbeit und Forschung zu erfahren. Wir sehen viele gemeinsame Interessen und glauben, dass sich gute Möglichkeiten für eine künftige Zusammenarbeit bieten könnten – etwa bei der Entwicklung gemeinsamer internationaler Projekte in den Bereichen Naturschutz, Streuobstwiesen, nachhaltige Landwirtschaft und Umweltbildung.
"

Willi Hennebrüder zeigte sich freudig überrascht, dass das Apfelallergieprojekt des BUND Lemgo inzwischen solche Bedeutung erlangt hat. Die Erkenntnisse zur Verträglichkeit alter Apfelsorten aus Streuobstwiesen für Apfelallergiker machen aus einer Sicht deutlich, dass diese Sorten einen besonderen Wert haben und es notwendig ist, sie zu erhalten. Selbstverständlich wurden den beiden Aktiven aus Bulgarien und Nordmazedonien alle Informationen zum Projekt übermittelt und zugesagt, über neue Entwicklungen informiert zu werden. Hier steht der BUND Lemgo auch im Austausch mit Professor Dr. Karl-Christian Bergmann vom Allergiezentrum der Berliner Charité und mit dem Leiter des Forschungsprojektes „Apfeltherapie zur Heilung von Apfel- und Birkenpollenallergie“, dem Facharzt für Dermatologie Professor DDr. Klaus Eisendle aus Bozen. Von beiden wird der BUND Lemgo über neue Erkenntnisse informiert und berichtet wiederum ihnen über neue Erfahrungen, die in Lemgo gemacht werden.

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