Auf Grund des Klimawandels ist es wichtig, die Grünflächen der Stadt zu erhalten. Wie sind die Planungen Ihrer Partei zu dieser Thematik?
CDU
„Die ausgewiesenen Schutzgebiete sind auf ihren Zustand hin zu überprüfen. Wo nötig, sind Korrekturen der Pflegemaßnahmen durchzuführen.
Zukünftige Baumaßnahmen haben sich auch an ökologischen Gesichtspunkten auszurichten (z.B. Offenlegung von Gewässern, Kaltluftschneisen für Stadtklima etc.).
Beim geplanten Bau neuer Straßen ist zu prüfen, ob dieser wirklich notwendig ist oder ob es noch Entlastungspotential im bestehenden Straßennetz gibt. Die Optimierung des Verkehrsflusses ist dem Straßenneubau vorzuziehen.
Für die Ausweisung von Ausgleichsflächen sind – wenn möglich – keine weiteren wertvollen landwirtschaftlichen Flächen zu nehmen. Alternativ ist zu prüfen, ob ein kulturbegleitender Umweltschutz gelebt werden kann (Lerchenfenster, doppelter Reihenabstand bei Getreide, naturbelassene Uferstreifen) oder ob nicht mehr benötigte Bauflächen (z.B. Industrieruinen) genutzt werden können.
Es sind Grünflächen zu identifizieren, die weiterentwickelt werden können.
Die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie / Neugestaltung des Uferbereiches Werre unter klimatischen aber auch Ausgleichsflächen-gesichtspunkten wird seitens der CDU unterstützt.
Wir befürworten Projekte für Schulen z.B. unter Begleitung biologischer Stationen zur Erreichung eines Mehrwertes des innerstädtischen Grüns und der Möglichkeiten eines lebendigen fließenden Gewässers im Innenstadtbereich.
Wir fördern die Entstehung eines Kleingartenvereins und die Ausweisung einer Grabelandfläche. Entsprechende Initiativen hat die CDU bereits in den Jahren 2020 und 2024 gestartet.“
SPD
„Die SPD Lage bekennt sich in ihrem Wahlprogramm zu einem „Klimafreundlichen Lage“ und betont, dass sie das integrierte Klimaschutzkonzept und die jüngst verabschiedete Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Sie unterstützt die im neuen ISEK als Entwicklungsziel definierte Erhaltung, Weiterentwicklung und Schaffung ökologisch wertvoller Grünflächen, die wesentlich zur Lebensqualität beitragen und die Klimaanpassung (Regenwasser-, Hitzemanagement) unterstützen. Die SPD Lage möchte die fünf großkronigen und stadtbildprägenden Bäume an der Marktkirche zwingend erhalten. Nach unseren Vorstellungen sollen Neuanpflanzungen klimaresilient und insektenfreundlich sein. Das Schwammstadt-Prinzip soll für insektenfreundliche Grünflächen angewendet werden.“
Bündnis 90 / Die Grünen
„Nicht nur bestehenden Grünflächen müssen erhalten, sondern auch Weitere entsiegelt werden. Wenn Neubaugebiete ausgewiesen werden, sind zusätzlich zur gesetzlichen Vorgabe zukünftig weitere Grünflächen einzuplanen. Ausgleichsflächen sind zeitnah und konsequent umzusetzen.“
FDP
„Bestehende Grünflächen sind für uns nicht verhandelbar. Diese wollen wir selbstverständlich erhalten, pflegen und gezielt aufwerten. Das betrifft insbesondere den Friedenspark in der Innenstadt, der noch stärker begrünt und durch mehr heimische Bepflanzung ökologisch wertvoller werden kann. Gleichzeitig wollen wir neue Flächen erschließen: In den Lagenser Ortsteilen können beispielsweise kleine Parks oder naturnahe Begegnungsräume entstehen, entweder durch die gezielte Neuanlage oder durch die Renaturierung bisher versiegelter oder ungenutzter Areale. So schaffen wir ein grünes Netz, das das gesamte Stadtgebiet durchzieht.“
Aufbruch C
„Unsere Grünflächen sind ein wertvoller Lebensraum und tragen zur Erholung bei. Wir wollen sie dauerhaft sichern, Versiegelung reduzieren und neue naturnahe Bereiche schaffen, die allen Menschen zugutekommen.“
Die Linke
„Bloße Erhaltung ist schon lange nicht mehr ausreichend. Der Natur muss wieder mehr Raum gegeben werden. Es reicht nicht alle Jubeljahre mal zwei bis drei Bäume zu pflanzen um sich dann öffentlichkeitswirksam politisch zu inszenieren.“