Wahlscheine zur Kommunalwahl 2025 in Lage

Frage 3: Schutz von bestehendem Grün

Zur Förderung der Biodiversität bedarf es des besonderen Schutzes von bestehendem Grün. Wie positioniert sich Ihre Partei zu entsprechenden Satzungen, wie z.B. der Baumschutzsatzung, insbesondere ihrer wirkungsvolleren Umsetzung?

CDU

„Die CDU legt großen Wert auf den Schutz bestehender Grünflächen und die Förderung der Biodiversität. Wir befürworten Maßnahmen, die den Erhalt und die nachhaltige Nutzung von Grünflächen sichern, um die ökologische Vielfalt zu bewahren und das Stadtklima zu verbessern.

Wir stehen zur aktuellen Baumschutzsatzung. Wir unterstützen den Schutz großer und alter Bäume, da diese wichtige ökologische Funktionen erfüllen. Gleichzeitig betonen wir die Notwendigkeit, bei der Umsetzung dieser Satzung pragmatisch vorzugehen, um Konflikte mit anderen Interessen – etwa Bauvorhaben oder wirtschaftliche Belange – möglichst fair zu lösen.“

SPD

„Die SPD Lage spricht sich ausdrücklich für den Fortbestand der Baumschutzsatzung in Lage aus, da diese Bäume zum Schutz des Baumbestandes und zur Verbesserung der kommunalen Umweltsituation sowie zur Sicherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes, zur Gestaltung und Gliederung des Ortsbildes, zur Abwehr schädlicher Einwirkungen auf den Menschen und Stadtbiotope, zur Erhaltung oder Verbesserung des Stadtklimas und zur Erhaltung eines artenreichen Gehölzbestandes beitragen. Die Satzung schützt Bäume mit einem Stammumfang von mindestens 120 cm, verbietet deren Entfernung oder Schädigung, und schreibt bei Fällungen Ersatzpflanzungen vor. Verstöße können mit bis zu 25.000 Euro geahndet werden. Die SPD Lage sieht den natürlichen Grünschutz als wichtigen Baustein der Klimaanpassung, sowie die Förderung der Biodiversität als explizites Ziel. Die SPD Lage steht hinter dem Grundgedanken der Baumschutzsatzung als Teil ihres Engagements für ein „Klimafreundliches Lage“ und befürwortet eine konsequente Umsetzung der Vorschriften.“

Bündnis 90 / Die Grünen

„Neben strikter Einhaltung der Baumschutzsatzung (aus 2011) muss auch die Wertschätzung bestehender Bäume noch besser kommuniziert werden.

Diese Aufgabe steht für die kommende Legislaturperiode -und darüber hinaus- auf unserer Agenda.
Weiterhin setzen wir uns für den Erhalt, die Pflege und den Verbund von Biodiversitätsflächen ein.

Auch muss eine bewusste Veränderung im Umgang mit Straßenbegleitgrün zu Gunsten der Biodiversität erfolgen. Unser aktueller Antrag zur Verminderung von Mikroplastik in der Umwelt zielt schon in diese Richtung.“

FDP

„Biodiversität beginnt im Kleinen. Wir unterstützen wirksame Satzungen wie die Baumschutzsatzung. Allerdings ist sie nur dann sinnvoll, wenn sie konsequent umgesetzt werden. Unser Ziel ist es, vielfältige Lebensräume zu schaffen und zu erhalten, beispielsweise vom vermeintlich unscheinbaren Blühstreifen, der Insekten Nahrung bietet, bis hin zur Pflanzung von Bäumen mit unterschiedlicher genetischerVielfalt, um sie widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Klimaveränderungen zu machen.“

Aufbruch C

„Bäume und Grünflächen sind lebenswichtig für Luft, Klima und Artenvielfalt. Wir setzen uns für eine stärkere Umsetzung der Baumschutzsatzung ein, mit klaren Regeln, Kontrollen und der Möglichkeit für Bürgerpatenschaften.“

Die Linke

„Die Baumschutzsatzung ist definitiv ein guter Anfang. Es gilt jedoch sie erneut mit Experten zu durchleuchten und Wege zu finden wie hierdurch die Natur in Lage noch effektiver geschützt werden kann. Insbesondere müssen auch ortsansässige Unternehmen mehr in die Verantwortung gezogen werden die Naturanteile ihrer Grundstücke besonders zu pflegen und zu schützen. Naturschutz darf nicht immer nur von einfachen BürgerInnen getragen werden.“

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