Ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz ist die Mobilitätswende. Wie stellt sich Ihre Partei in Zukunft die Infrastruktur für FußgängerInnen und RadfahrerInnen in der Innenstadt und den umliegenden Gemeindeteilen vor?
CDU
„Die CDU strebt eine sichere, komfortable und umweltfreundliche Infrastruktur an, die den Fuß- und Radverkehr in der Innenstadt sowie in den Ortsteilen stärkt. Ziel ist es, den Menschen attraktive Alternativen zum Auto anzubieten, um so einen Beitrag zur Klimaschutzstrategie und zur Lebensqualität vor Ort zu leisten.
Dazu gehört ein guter Übergang zwischen den verschiedenen Verkehrsarten (z.B. zwischen Bus und Zug), ein gut ausgebautes Radwegenetz, verlässliche Busverbindungen zwischen den Ortsteilen und der Innenstadt (hier v.a. zum Bahnhof) etc.
Siehe dazu den Koalitionsantrag aus September 2022 zur Ausweitung des Angebotes des Limo v.a. in den Ortsteilen.
Siehe dazu auch unseren CDU-Antrag aus September 2024 u.a. zur vermehrten Ausweisung von Schutzstreifen für Radfahrer.
Zur Wahrheit gehört aber auch, das es durchaus Forderungen gibt, die Innenstadt weiterhin voll befahrbar zu lassen. Hier werden letztlich demokratische Mehrheiten zeigen müssen wie sich die Einwohner eine lebenswerte Innenstadt vorstellen.“
SPD
„Die SPD Lage plant eine erhebliche Verbesserung der Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrenden. Für Radfahrer fordert die SPD Lage ausreichend dezentrale, wetterschützte und diebstahlsichere Fahrradabstellplätze, die auch besondere Bedarfe berücksichtigen, sowie E-Bike-Ladeinfrastruktur. Jeder Ortsteil soll eine sichere Radwegeverbindung in die Innenstadt erhalten. Die Innenstadt soll als zusammenhängende und barrierefreie Fußgängerzone wahrnehmbar bleiben, mit klaren und übersichtlichen Wegeführungen und einer attraktiven Beschilderung zur Orientierung. Die Lange Straße soll von einem verkehrsdominierten zu einem öffentlichen Raum umgewandelt werden, mit dem Ziel, den Raumanspruch für motorisierten und ruhenden Verkehr zu reduzieren.“
Bündnis 90 / Die Grünen
„Im Bereich Mobilität sehen wir GRÜNEN den Schwenk zum E-Antrieb als am Effektivsten. Norwegen zeigt, wie das geht. Von uns geforderte Ladestationen sind bereits installiert -mit Augenmerk auf weiteren Ausbau.
Parallel müssen ÖPNV aber auch Rad -und Fußverkehr an Attraktivität zulegen! Der Verzicht aufs Auto (z.B.'Mama-Taxi') positiv beworben werden.
Wir haben einige neue Radwege durchgesetzt und planen am intelligenten Radverkehrskonzept für Lage.“
FDP
„Mobilität muss für alle funktionieren. Hier ist egal ob jemand zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Auto oder mit dem ÖPNV unterwegs ist. Wir wollen die Lücken im Radwegenetz schließen und bestehende Wege pflegen. Für Fußgänger brauchen wir sichere, gut beleuchtete und barrierefreie Wege. Beim öffentlichen Nahverkehr setzen wir auf flexible, bedarfsgerechte Angebote wie die Limo statt auf große Busse, die oft leer fahren. So können wir das Thema Mobilität in Lage effizient gestalten und gleichzeitig die Akzeptanz bei allen Verkehrsteilnehmern stärken. Denn alle Verkehrsteilnehmenden haben ihre Daseinsberechtigung. Deshalb ist es notwendig, dass alle im Blick behalten werden.“
Aufbruch C
„Fußgänger und Radfahrer sollen sicher, bequem und barrierefrei unterwegs sein können. Gut beleuchtete Wege zwischen Innenstadt und Ortsteilen, ergänzt durch Ruhebänke, laden zum Gehen und Radfahren ein.“
Die Linke
„Innenstädte müssen nicht nur grüner werden, sondern auch den BürgerInnen besser zur Verfügung stehen. Autofreie Innenstädte mit Sondergenehmigung für einen ausgebauten ÖPNV ist die Zukunft und zwar die einzige Zukunft mit der ein Klimakollaps noch eventuell aufgehalten werden kann.“