In den Nachbarstädten von Lage wurden flussnahe Bereiche für Naherholung und Naturschutz aufgewertet. Wie könnte sich Ihre Partei vergleichbare Maßnahmen an der Werre vorstellen?
CDU
„Die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie / Neugestaltung des Uferbereiches Werre unter klimatischen aber auch Ausgleichsflächengesichtspunkten wird seitens der CDU unterstützt.
Die Aufwertung flussnaher Bereiche für Naherholung und Naturschutz kann auf vielfältige Weise gestaltet werden, um sowohl die Umwelt zu schützen als auch den Menschen attraktive Erholungsräume zu bieten. Hier sind einige Beispiele, wie so eine Aufwertung aussehen kann:
Naturnahe Ufergestaltung: Renaturierung der Flussufer mit natürlichen Uferzonen, Buhnen und Flachwasserbereichen, um die Biodiversität zu fördern. Siehe z.B. die geplante Renaturierung des Sunderbaches in Müssen.
Grünflächen und Erholungszonen: Anlage von Wiesen, Blumenwiesen und Baumgruppen entlang des Flusses für Spaziergänge, Picknicks und Naturbeobachtungen. Siehe geplantes Hochwasserschutzkonzept im Bereich der Werre in der Nähe des Werreangers.
Wege und Zugänge: Ausbau von barrierefreien Wander- und Radwegen entlang des Flusses, die die verschiedenen Bereiche miteinander verbinden.
Umweltbildung und Information: Installationen mit Informationen über die lokale Flora und Fauna sowie den Schutz des Flussökosystems. Siehe hierzu das sehr gelungene Realschulprojekt entlang der Werre im Innenstadtbereich.
Schutzmaßnahmen gegen Erosion und Hochwasser: Einsatz von naturnahen Schutzmaßnahmen wie Uferrückverlegung oder Pflanzungen zur Stabilisierung der Ufer. Schaffung von Überschwemmungsflächen, die bei Hochwasser temporär Wasser aufnehmen können. Siehe hierzu einige der geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen der Stadt.
Durch diese und weiterer Maßnahmen entstehen flussnahe Areale, die sowohl dem Naturschutz dienen als auch der Bevölkerung eine hochwertige Naherholungsfläche bieten. Das Ergebnis sind lebendige Ökosysteme, die das Stadtbild aufwerten und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.“
SPD
„Die SPD Lage befürwortet die vorliegende Rahmenplanung zur Aufwertung der Werre und ihres Umfeldes, die auch dem Hochwasserschutz dient. Mit dem „Werre-Wasserpark“ und einem „blauen Klassenzimmer“ setzen wir auf das Erleben des Naturraums Werre. Die SPD Lage bekennt sich auch ganz allgemein zum Schutz vor Hochwasser und Starkregen, indem Gewässer renaturiert, Kanäle und Rückhaltebecken ausgebaut und Straßengräben instandgehalten werden.“
Bündnis 90 / Die Grünen
„Die flussnahen Bereiche der Werre versuchen wir trotz der Haushaltslage mittels Fördermitteln naturnah aufzuwerten. Das steigert die Aufenthaltsqualität, dient dem Naturschutz und zieht Touristen an.
Wir unterstützen ausdrücklich die Schüler-Werreprojekte und würden uns wünschen, zusammen/ parallel mit BUND, NABU...(?) ähnliche Projekte zu starten, um auch den Wert von Wasser und Natur zukünftig noch besser vermitteln zu können. Mit dem neu aufgestellten Umwelt-Team der Stadt Lage erhoffen wir uns weitere Impulse.“
FDP
„Die Werre wird bisher zu wenig für das Stadtleben und die Natur genutzt. Wir wollen den Bereich in der Innenstadt aufwerten (ähnlich wie in Frage 1 beschrieben) und ihn so gestalten, dass er sowohl der Naherholung als auch dem Naturschutz dient. Das bedeutet: Mehr Sitz- und Schattenplätze am Wasser, eine naturnahe Ufergestaltung mit heimischen Pflanzen und Möglichkeiten für die Umweltbildung vor Ort. So wird die Werre zu einem lebendigen Teil der Innenstadt.“
Aufbruch C
„Die Werre kann ein Ort werden, an dem Naturerlebnis und Erholung Hand in Hand gehen. Wir wollen naturnahe Uferzonen, schöne Spazier- und Radwege sowie stille Plätze, die zum Innehalten einladen.“
Die Linke
„Die Werre gehört in erster Linie der Natur und in zweiter Linie den BürgerInnen. Wir wollen prüfen lassen ob es Stellen gibt, an der sich Naherholungsflächen, die mit Naturschutz vereinbar sind, umsetzen lassen, wobei letzteres Priorität haben sollte.“