Schöpfung bewahren – Gärten ökologisch gestalten!

Dies ist eine Presseinfo zu einer Ausstellungseröffnung vom 11. Sept. 2017 

—  Das Thema ist leider immer noch sehr aktuell   — Was hat sich getan ?????

Auch in 2026 wollen wir uns aktiv diesem Thema widmen und suchen das Gespräch mit Vertretern der Parteien im Ort um hier endlich mal voran zu kommen.

 

  Schöpfung bewahren – Gärten ökologisch gestalten!

Immer mehr Menschen stört das monotone Aussehen vieler Gärten durch die Unsitte immer mehr private Gärten und Gräber auf Friedhöfen als Steinwüsten anzulegen. Dies hat nach Ansicht des BUND zur Folge, dass die sowieso stark geschrumpfte Zahl der Insekten weiter abnimmt, da Steine mit untergelegter Folie im Gegensatz zu Pflanzen keinen Lebensraum für Bienen, Käfer und Bodenlebewesen bieten. Der Rückgang der Insekten wiederum bewirkt, dass ihre Fressfeinde, wie Amphibien und Vögel, an Nahrungsmangel leiden und langfristig keine Überlebenschance haben. So ist der ungewöhnlich hohe Kirsch- und Beerenkonsum der Amseln in diesem Jahr sicherlich auf das Fehlen der Insekten zurückzuführen.

 Um diese Zusammenhänge möglichst vielen Einwohnern und Gästen der Stadt Bad Salzuflen näher zu bringen, hat der BUND eine Ausstellung zum Thema Ökologische Gärten erstellt, mit der er in verschiedenen Stadtteilen in den nächsten Monaten auftreten möchte. Der Start ist das Gemeindehaus der lutherischen Erlöserkirche. Der BUND geht davon aus, dass die dargestellten Informationen das Wissen der Menschen um die Zusammenhänge in der Natur auffrischen und so Grundlage für ein Umdenken sind. Wenn dann auch noch das entsprechende Handeln erfolgt, ist das Ziel der Ausstellung erreicht.

Die Ausstellung prangert aber zusätzlich einen weiteren Missstand an, der in Deutschlands Gärten sehr häufig vorkommt und mit den Steingärten stark zunimmt. Das ist der Einsatz von Pestiziden. Obwohl Gärten weniger als 1% der Ackerfläche einnehmen, werden in ihnen über 15% der Pestizide eingesetzt. Bedenkt man, dass sich Menschen in relativ kleinen Gärten wesentlich intensiver um die Pflanzen kümmern können als Landwirte auf großen Ackerflächen, ist dieses Missverhältnis eigentlich nicht zu verstehen. Unsere Bienen und weitere Tierarten gehen leider daran zugrunde. Die Ausstellung zeigt auch, wie naturnah gestaltete Gärten den Tieren Lebensraum bieten können ohne dass es dazu großer Pflegeanstrengungen bedarf.

Der BUND will auch, dass in neuen Bebauungsplänen diese Art der Gartengestaltung, die dies Wort ja nicht verdient, unterbunden wird. Zur Zeit mehren sich Bürgerbeschwerden aus dem Südfeld, weil eine ungenutzte Wiese bebaut werden soll, wo es zahlreiche Tierbeobachtungen gibt. Nur mit naturnah gestalteten Gärten können wir den Verlust bei einer Bebauung ausgleichen.

Harald Kohls, BUND-Ortsgruppensprecher
Jobst Flörkemeier, BUND-Mitglied 

Toter Lebensraum als Garten? Und gegen das "Unkraut" wird gespritzt!?!

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